Trump und Putin. Bild: Youtube

Vor allem aus den Reihen der Demokratischen Partei wird die angebliche Wahleinmischung Russlands als "Akt des Krieges" bezeichnet und sogar mit "Pearl Harbor" verglichen, was "Gegenmaßnahmen" erfordere. Die US-Politik dreht vollkommen durch.

Von Marco Maier

Das Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin (nur mit Dolmetschern) und die weiterhin nicht verdaute Niederlage ihrer Kandidatin Hillary Clinton veranlasst vor allem die Demokraten und deren Sympathisanten in den Massenmedien zu immer wüsteren Angriffen auf Russland. Inzwischen sprechen sie sogar schon von einem "Akt des Krieges" und vergleichen die angebliche Einmischung Russlands in den Präsidentschaftswahlkampf (und wenn wir schon dabei sind: wer hat denn damit angefangen und damals Boris Jelzin ins Amt geholfen? Waren das nicht Bill Clinton & Co?) schon mit dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor.

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Auch das US-Politikmagazin "Politico" schlägt in dieselbe Kerbe und titelt einen Artikel mit "Putins Attacke auf die Vereinigten Staaten ist ein neues Pearl Harbor". So heißt es darin: "Manche im Abgeordnetenhaus haben mehr Zeit damit verbracht, die Untersucher zu untersuchen als zu versuchen, Russland verantwortlich zu machen." Und es sei einfach den Fakt zu vergessen, "dass das was der Kreml tat – und immer noch tut – ein Akt des Krieges war und ist."

Inzwischen rufen Politiker der Demokratischen Partei sogar schon dazu auf, Cyberattacken auf russische Banken und Regierungsserver zu verüben.

Eine Cyberattacke, "welche die russische Gesellschaft wertlos macht":

Beim "Business Insider" sieht man das ganze etwas differenzierter. Der Chefredakteur, Josh Barro, kritisierte: "Die Leute mögen es, mit dem Begriff 'Akt des Krieges' herumwerfen. Ich denke nicht, dass sie sehr nachdenklich darüber sind, was das bedeutet. Ein Akt des Krieges rechtfertigt militärische Aktionen."

Auf jeden Fall erreicht die antirussische Hysterie in den Vereinigten Staaten von Amerika derzeit wieder neue Höhepunkte. Und vielmehr sollte man im Gegenzug fragen: Sollen nun all jene Länder in die sich die USA politisch einmischen nun auch den Amerikanern einen "Akt des Krieges" vorwerfen?

1 KOMMENTAR

  1. Die Menschheit muss sich keine all zu grossen Gedanken machen um die USA!! Die USA ist ein Staatenbund das bald von der Landkarte verschwinden wird, weil sich alle Bundesstaaten von den USA abspalten werden!! Kalifornien, Texas, Alaska, Oregon usw…. wären als unabhängige Staaten viel besser dran!!

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