Irans Präsident Ruhani. Bild: president.ir

Washington und Jerusalem arbeiten fleißig daran, im Iran einen Regime-Change einzuleiten. Eine neue binationale "Arbeitsgruppe" unter Aufsicht John Boltons soll dabei helfen. Das heißt: CIA und Mossad werden noch aktiver.

Von Marco Maier

Die in einigen iranischen Städten stattfindenden Proteste gegen die schlechte wirtschaftliche Lage des Landes sollen nun dazu genutzt werden, in Anti-Regierungs-Proteste umzuschlagen. Immerhin bieten diese aus Sicht Washingtons und Jerusalems eine perfekte Grundlage für einen Regime-Change in dem von radikalislamischen Mullahs regierten Land.

Bereits während der ersten Proteste vor einigen Monaten forderte man seitens der US-Regierung die Demonstranten im Iran dazu auf, ihre Regierung zu stürzen. Das taten sie natürlich nicht. Doch nun soll eine "Arbeitsgruppe" aus Amerikanern und Israelis versuchen, Proteste im Iran zu fördern und die Regierung des Landes unter Druck zu setzen.

Die Aufsicht über diese Gruppe obliegt laut einem israelischen Journalisten, Barak Ravid, dem neokonservativen Nationalen Sicherheitsberater der USA, John "Bomb Iran" Bolton. Er sagte zu Axios: "Die israelischen Beamten sagten mir, dass sowohl die innenpolitische Situation im Iran als auch die Arbeit des gemeinsamen Teams während eines Treffens zwischen dem nationalen Sicherheitsberater John Bolton und seinem israelischen Amtskollegen Meir Ben-Schabbat vor einigen Wochen im Weißen Haus diskutiert worden seien. Sowohl Bolton als auch Ben-Shabbat sind der Ansicht, dass die Erhöhung des internen Drucks auf das iranische Regime einen positiven Einfluss auf das iranische Verhalten in der Region haben könnte."

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Wenn diese Politiker von "internem Druck" sprechen, dann kann man davon ausgehen, dass sich wieder einmal CIA und Mossad die Finger schmutzig machen werden. Immerhin ist dies bereits seit der "Islamischen Revolution" im Jahr 1979 das Ziel von Amerikanern, Briten und Israelis. Nun kann man davon ausgehen, dass der Druck auf die iranische Regierung und die Mullahs noch deutlich stärker wird.

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