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Zeitungsstand
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Gut so: Die klassischen Medien werden entmachtet

Früher hatten Zeitungen, Magazine, Radio und viel mehr noch das Fernsehen eine enorme meinungsbildende Macht inne. Und heute? Da dominiert das Internet.

Von Marco Maier

War früher das meinungsbildende Oligopol noch bei den klassischen Medien, also den Tageszeitungen, den Wochenmagazinen, dem Radio und vor allem den täglichen Nachrichten im (staatsnahen) Fernsehen zu finden, so hat gerade das Internet dazu beigetragen, dies alles zu demokratisieren und deutlich breiter zu streuen. Zwar haben die Webseiten der großen Medienhäuser nach wie vor in Sachen Nachrichtenbeschaffung einen großen Stellenwert, doch immer mehr Menschen informieren sich (auch) bei den alternativen Medien, den Webseiten kleiner Anbieter, die auch andere (alternative) Sichtweisen auf das Geschehen zu Hause und in der Welt bieten.

Neue Medien haben sich in den letzten zehn, fünfzehn Jahren etabliert und für eine Revolution der ganzen Medienlandschaft geführt. Dank des Internets ist es möglich geworden, mit einem eigenen Blog oder einem eigenen Youtube-Channel Hunderttausende oder gar Millionen Menschen zu erreichen. Das Meinungsoligopol der großen staatsnahen Sender und der Konzernverlage wurde sukzessive aufgebrochen. Und das ist auch gut so.

Denn ohne diese Ausgleichsfunktion wäre die Welt heute eine andere. Vielleicht würden wir uns wegen der Ukraine (und/oder Syrien) nun im Krieg mit Russland befinden oder aber die "Willkommenskultur" von 2015 würde bis heute noch praktiziert werden, weil die Regulatorfunktion der Medien nach wie vor funktioniert hätte – die Silvesternacht von Köln wäre ein "lokales Ereignis" gewesen und auch die Zunahme der Zuwandererkriminalität würde man nicht ansprechen. Vielleicht wäre auch die AfD dadurch erfolglos geblieben und anstatt Donald Trump säße heute wahrscheinlich Hillary Clinton im Weißen Haus.

Das Schöne ist: Heute haben wir Dank dem Internet (aber auch den "Social Media") eine Kontrollfunktion, die vor einigen Jahren so noch gar nicht denkbar war. Bei den etablierten Journalisten und Verlegern sorgt dies natürlich für Unbehagen, zumal die Auflagen sinken und der Wind immer rauher wird. Teils weil die Menschen die "Lügenpresse" und die tägliche Dosis Regierungs- bzw. Konzernpropaganda nicht mehr lesen, hören und/oder sehen wollen, teils weil es die Informationen auch aktuell im Internet gibt und die Zeitung immer einen Tag hinterher hinkt.

Während die klassischen Medien noch von "Fake News" und von einer "Gefährdung der Demokratie" durch die alternative Medienlandschaft sprechen, beweisen diese doch tagtäglich das Gegenteil. Denn anstatt ein uniformes Weltbild geliefert zu bekommen, erhalten die Medienkonsumenten heute ein deutlich breiter gefächertes Angebot an Meinungen, Ansichten, Einblicken und Fakten als bisher. Bleibt zu hoffen, dass sich daran aufgrund der Marktmacht von Facebook, Google & Co so schnell nichts daran ändert.