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US-Botschafter Grenell, Trump und die NATO. Bild: Youtube
US-Botschafter Grenell, Trump und die NATO. Bild: Youtube

Grenell besteht auf höheren deutschen Militärausgaben

Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, stellt wieder einmal Forderungen an die Bundesregierung. Die Militärausgaben müssten dramatisch erhöht werden, verlangt er.

Von Marco Maier

Im Jahr 2014 gab es seitens der europäischen NATO-Länder Zusagen, man wolle die Militärhaushalte auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen. Nun, kurz vor dem NATO-Gipfel in Brüssel, erhöhen die Amerikaner über ihren Botschafter Richard Grenell noch einmal den Druck auf Berlin, gefälligst mehr Kohle in die Kriegsindustrie zu pumpen.

"Die Zusage Deutschlands in Wales 2014 war zwei Prozent (des Bruttoinlandsprodukts) bis 2024. Wir würden diese Zusage gerne erfüllt sehen", sagte US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, der Deutschen Presse-Agentur. "Die transatlantische Partnerschaft wird vertieft, wenn zeitgemäße Streitkräfte bereit und in der Lage sind, möglichen Bedrohungen zu begegnen."

Zwar verpackt der sonst als wenig diplomatisch bekannte Botschafter die Worte diesmal ein wenig freundlicher, doch die Botschaft ist klar: Entweder gibt es mehr Geld für die Rüstung, oder es gibt eben Probleme mit Washington. Immerhin hat Deutschland die Rüstungsausgaben seit dem Gipfel in Wales 2014 lediglich von 1,18 auf 1,24 Prozent der Wirtschaftsleistung erhöht, was den Amerikanern und den deutschen Transatlantikern nicht genug ist. Immerhin sollen die Deutschen die Hauptmacht gegen Russland in Osteuropa darstellen und auch sonst (z.B. in Afghanistan) eine größere Rolle als Hilfskraft Washingtons spielen.