Frontex: Spanien statt Italien als Hauptroute

Irreguläre Migranten weichen zunehmend aufs westliche Mittelmeer aus. Anstatt Italien wird nun laut Frontex Spanien das Hauptziel der Landung in Europa.

Von Michael Steiner

Bei der EU-Grenzschutzagentur Frontex registriert man eine deutliche Verschiebung der Migrationsrouten auf dem Mittelmeer. Im Juni habe man im westlichen Mittelmeer etwa 6.000 irreguläre Grenzübertritte aus Afrika gezählt. "Wenn die Zahlen dort so steigen wie zuletzt, wird sich dieser Weg zum wichtigsten entwickeln", sagte Frontex-Direktor Fabrice Leggeri der "Welt am Sonntag. Bei etwa der Hälfte dieser Menschen handele es sich um Marokkaner, die anderen stammten aus Westafrika.

Inzwischen würden Schleppergruppen beispielsweise im Migranten-Transitland Niger alternative Angebote machen, um nach Europa zu kommen. Anstatt über das von der NATO destabilisierte Libyen wie bisher eben über Marokko. Von dort aus ist es nur ein Katzensprung nach Spanien – und damit in die Europäische Union. Dieses seit einigen Monaten verbreitete Angebot nehmen auch immer mehr Menschen wahr.

Doch anstatt in den Hauptherkunftsländern via Werbung in Radio, TV und Zeitungen vor der gefährlichen und oftmals erfolglosen Reise zu warnen und den Menschen in Afrika zu erklären, dass es für Wirtschaftsmigranten kein Recht auf Asyl und Zuwanderung gibt, plädiert auch Leggeri auf Lager in Nordafrika, um die aus dem Mittelmeer gefischten irregulären Migranten wieder zurück auf den afrikanischen Kontinent bringen zu können.

Der Frontex-Chef glaubt, dies würde dazu führen, dass nach seiner Rettung aus dem Mittelmeer niemand mehr glaube, automatisch nach Europa gebracht zu werden. Dort profitieren die irregulären Zuwanderer ja davon, dass Dank der Lobbyarbeit der Asylindustrie kaum jemand abgeschoben wird, obwohl kein Recht auf Asyl und Aufenthalt gegeben ist.

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