Einem Bericht zufolge gibt es in Sachen Familiennachzug von subsidiär Schutzberechtigten nach Deutschland bereits 28.000 Terminwünsche bei den Botschaften. Hinzu kommen noch jene, die einen legalen Schutzstatus haben.

Von Michael Steiner

Die nächste (legale) Migrationswelle rückt an. Nachdem die deutschen Behörden unzähligen illegalen Migranten trotz fehlender Asylgründe auf Grundlage der Genfer Flüchtlingskonvention und der Dubliner Verträge einen Schutzstatus zuerkannten, sozusagen also legalisierten, kommt jetzt die nächste Welle auf Deutschland zu. Für die ab dem 1. August wieder möglichen Familiennachzüge gibt es bei den deutschen Botschaften bereits zehntausende Terminwünsche.

Laut der "Rheinischen Post" unter Berufung auf das Auswärtige Amt verzeichnen die Vertretungen rund um also in der Türkei, in Jordanien, im Libanon und im Nordirak bereits rund 28.000 Anträge auf Gewährung eines Termins für den Familiennachzug – und das nur von in Deutschland "subsidiär Schutzberechtigten". Selbst wenn man nur davon ausgeht, dass pro Antrag lediglich drei weitere Familienmitglieder nach Deutschland kommen wollen, wären das schon 84.000 Personen. Dem Wunsch der CSU zufolge sollen jedoch nicht mehr als 1.000 Personen monatlich im Zuge dessen nach Deutschland kommen dürfen, wodurch sich das Ganze dann jahrelang hinziehen würde.

Aber das ist nicht alles – es kommen ja auch noch die Familienzusammenführungen für jene Migranten an, die einen regulären Schutzstatus in Deutschland erhalten haben. Im ersten Halbjahr 2018 wurden laut der Zeitung für Angehörige von Flüchtlingen aus den Hauptherkunftsländern Syrien, Irak, Afghanistan, Iran, Eritrea und Jemen nach Angaben des Auswärtigen Amts 18.451 Visa erteilt. Das sind deutlich weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im ersten Halbjahr 2017 erhielten aus diesen Ländern 31.247 Menschen im Rahmen des Familiennachzugs ein Visum. Im gesamten Jahr 2017 waren es 54.307 Visen für die Hauptherkunftsländer.

Wie man also sieht, geht die Zuwanderung nach Deutschland wie gewohnt auf hohem Niveau weiter. Neben dem anhaltenden Zustrom an Asylbewerbern, die vor allem über die anderen europäischen Länder nach Deutschland kommen, gibt es eben noch den Familiennachzug und die reguläre (legale) Zuwanderung. Das heißt: Man kann mit locker 200.000 bis 300.000 Zuwanderern jährlich nach Deutschland rechnen.

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3 thoughts on “Familiennachzug: Die Welle rollt an”

  1. Lach, ….. als Seehofer 1 Grenzstation 2 Tage überprüfen ließ, wurden 4200 Migranten zurück geschickt. wieviele Grenzstaionen gibt es in Deutschland? x 4200? macht am Tag …. 100.000? oder noch mehr? und da erzählen uns Politiker treuherzig dass keine 5 Migranten am Tag kommen? Bitte, bitte, bitte, verarscht euch selber!

  2. Familiennachzug klingtt wirklich schön und human, es handelt sich aber tatsächlich um Kettenmigration, die im Grunde kein Ende kennt.

    In den USA wird dieser Begriff seit langem verwendet, hier traut man sich (noch) nicht. Kürzlich wies ein Journalist nach, wie einfach es ist, als falscher Asylant nach Deutschland zu kommen und sogar von arabischsprechenden Mitarbeitern des Bamfs illegale Tricks bekam, schon während seiner Duldungszeit seine Familie nachzuholen.

    Ich glaube, wir haben auch noch einiges nachzuholen…

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