Steve Bannon. Bild: Flickr / Gage Skidmore CC BY-SA 2.0

Mit finanziellen Mitteln von Rechtskonservativen in den USA sollen auch in der EU rechtskonservative Gruppen und Parteien gestärkt werden, um im Europäischen Parlament eine starke Fraktion bilden zu können. Steve Bannon konzentriert sich auf Europa.

Von Michael Steiner

Der rechtskonservative US-amerikanische Publizist, Filmproduzent und politische Berater, der auch die Webseite "Breitbart News Network" leitete und kurze Zeit lang Chefberater von US-Präsident Donald Trump war, will sich nun stärker auf Europa konzentrieren und dort mit Hilfe einer Stiftung die rechtskonservativen und "rechtspopulistischen" Parteien so weit stärken, dass eine rechte Superfraktion im Europäischen Parlament entsteht, welches im kommenden Jahr neu gewählt wird.

Der 64-Jährige plane, nach den Zwischenwahlen in den USA Anfang November die Hälfte seiner Zeit in Europa zu verbringen, heißt es laut dem US-Portal "The Daily Beast". Dort möchte er ein Gegengewicht zum globalistischen Milliardär George Soros schaffen, der mithilfe seiner Stiftungen liberale und linksextremistische Gruppierungen unterstützt. Einen Namen für das Projekt hat er auch schon: "The Movement" ("Die Bewegung").

Den Berichten zufolge will er sein Hauptquartier in Brüssel aufschlagen, um von dort aus alles zu koordinieren. Er habe schon während Trumps London-Besuch vor einer Woche in der britischen Hauptstadt einige Vertreter von rechten Gruppierungen getroffen, was seinen Worten zufolge ein großer Erfolg gewesen sei, so dass man nun Personal rekrutiere. Doch wird er es schaffen, in nur wenigen Monaten eine solche Stärkung von Rechtsparteien und rechten Gruppierungen in Europa zu erreichen?

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Vor allem jedoch: Wird er diese Parteien und Gruppierungen, die oftmals sehr US-kritisch sind, quasi "auf Kurs" bringen und sie auf die Neocons in Washington einschwören können? Das sind Fragen, die man sich diesbezüglich stellen sollte. Mit entsprechenden Finanzmitteln ausgerüstet könnte Bannon durchaus auch einen außenpolitischen Wandel bei den europäischen Rechtsparteien herbeiführen, welche zumindest partiell eher Russland-freundlich und US-kritisch sind.

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3 KOMMENTARE

  1. Die Bewegung? Ja wonach klingt das denn? Hitler sprach bei der NSDAP auch von einer Bewegung. Wenn Bannon die Operationen seiner "Bewegung" nun auch noch Blitzkriege nennt, dann kennen wir die Quelle seiner Inspiration.

    Davon abgesehen hoffe ich, dass es Bannon gelingt ein Gegengewicht gegen die etwa 200 Soros-Doppelagenten im Europaparlament zu etablieren. Noch besser fände ich einen Feldzug gegen Think Tanks und NGOs. Sie sind die Pest unserer Tage.

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