US-Soldaten marschieren durch ein Mohnfeld in Afghanistan. Bild: Youtube

Das Weiße Haus fordert die Alliierten dazu auf, ihre Truppenkontingente in Afghanistan zu erhöhen und mehr Geld in die Besatzung des zentralasiatischen Landes zu stecken.

Von Marco Maier

Einem Bericht von Reuters zufolge will die US-Regierung in den kommenden Monaten keine Änderung der im letzten Jahr implementierten Afghanistan-Strategie durchführen. Auf Nachfrage durch "Sputniknews" teilte die Pressestelle des US National Security Council (NSC) mit, dass man bei der derzeitigen Kernstrategie bleiben wolle. Allerdings soll die militärische Präsenz weiterhin erhöht werden.

"Alliierte und Partner haben im letzten Jahr signifikante Erhöhungen bei den Beteiligungen geleistet und zwei neue operationale Partner traten der NATO-Mission bei", so das NSC. "Darauf bezogen erwarten wir, dass die Alliierten und Partner ihren fairen Anteil an der Last in Afghanistan tragen, indem sie damit fortfahren, Truppen und finanzielle Beteiligungen zu erhöhen."

Im Grunde genommen ist dies jedoch nur die Fortführung einer immensen Geldverbrennungsaktion, welche absolut keinen Beitrag zur Sicherheit in der Region leistet. Einerseits sind die Taliban so stark wie nie zuvor, andererseits schafft auch der "Islamische Staat" dort Präsenzen und von einer staatlichen Einigung des von Clans und Stämmen geprägten Landes ist man so weit entfernt wie noch nie. Gleichzeitig wächst die Anbaufläche für Schlafmohn immer weiter an, was auch die Opiumproduktion extrem befeuert.

Allerdings passen die Forderungen Washingtons zu jenen gegenüber den europäischen NATO-Partnern, wonach diese ihre Militärausgaben deutlich erhöhen sollen, um so mindestens das Zwei-Prozent-Ziel zu erreichen, wenngleich man es bei der US-Regierung begrüßen würde, wenn die Europäer den Militärisch-Indutriellen Komplex (MIK) genauso befeuern würden wie sie selbst es tun.