Abgelehnte Asylbewerber: Deutlich weniger freiwillige Ausreisen

Sie haben kein Recht auf Asyl und eigentlich kein Aufenthaltsrecht, trotzdem kehren deutlich weniger abgelehnte Asylbewerber in ihre Heimat zurück.

Von Michael Steiner

Wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mitteilt, sinkt die Zahl jener abgelehnten Asylbewerber und Ausländer ohne gültige Papiere, die freiwillig mit staatlicher Hilfe wieder in ihre Heimat zurückkehren. Und das, obwohl sie eigentlich dazu verpflichtet sind, Deutschland wieder zu verlassen.

So gab es im Jahr 2017 insgesamt 29.522 bewilligte Anträge, mit denen der Bund über ein spezielles Programm die Rückkehr von Menschen in ihr Herkunftsland etwa mit Geld fördert. Von Januar bis Ende Mai 2018 bewilligte der Bund dagegen nur 7.554 dieser Förderanträge. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 waren noch mehr als 54.000 dieser Menschen über das Förderprogramm wieder zurück in in ihre Heimat gereist.

Laut dem BAMF liegt der Rückgang daran, dass im letzten und in diesem Jahr ebenfalls deutlich weniger irreguläre Migranten nach Deutschland gekommen seien als noch in den beiden Jahren zuvor. Stellten demnach 2016 noch 722.370 Menschen erstmals Antrag auf Asyl in Deutschland, waren es 2017 nur 198.317. Im ersten Halbjahr 2018 sank die Zahl der Asylanträge weiter auf 81.765 Personen.

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