Vulkanologen sorgen sich um den Yellowstone-Supervulkan, denn der größte Geysir dort ist hyperaktiv. Ein Vorzeichen für eine große Eruption, oder eine "normale Abnormalität"?

Von Marco Maier

Nach rund vier Jahren der Untätigkeit spuckt der Steamboat-Geysir, der größte des ganzen Supervulkans, seit März dieses Jahres bereits zum achten Mal gewaltige kochend heiße Wasser- und Dampffontänen in die Luft. Bis zu dieser letzten Serie von Eruptionen war Steamboat das letzte Mal im September 2014 aktiv. Steamboats letzte Eruption war Montagmorgen, als der Geysir kochendes, heißes Wasser Hunderte von Metern in die Luft schoss. Der Dampf quoll stundenlang vom Geysir.

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Steamboat befindet sich im Norris Geyser Basin, bekannt als das heißeste und wechselhafteste Thermalgebiet in einem fast 3.500 Quadratkilometer großen Wildnispark, der an einem vulkanischen Hotspot in einer Caldera liegt. Das erklärt die hohen Dampfsäulen des Geysirs (es ist ein sehr, sehr heißer Untergrund), lässt aber eine große angstauslösende Frage unbeantwortet: Warum jetzt, und ist es ein Zeichen, dass der riesige Vulkan aufwacht?

Die Wissenschaftler wissen nicht, warum der Steamboat-Geysir aktiver geworden ist, aber sie bestehen immer noch darauf, dass keine größeren Eruptionen am Horizont auftauchen. "Es ist ein spektakulärer Geysir", schrieb Michael Poland, der für das Yellowstone Volcano Observatory verantwortliche Wissenschaftler des US Geological Survey, CNN in einer E-Mail. "Wenn er ausbricht, hat er im Allgemeinen sehr große Eruptionen."

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Wissenschaftler halten Yellowstone für einen "Supervulkan", der sich auf einen Vulkan bezieht, der einen Ausbruch von mehr als 240 Kubikkilometern Magma ermöglicht", so der National Park Service. Diese Unterscheidung basiert auf massiven Eruptionen vor 600.000 Jahren. Obwohl die Caldera als aktiv angesehen wird, glauben viele Vulkanologen, dass es unwahrscheinlich ist, dass sie in den nächsten tausend Jahren ausbrechen wird.

Andere jedoch sehen in der zunehmenden seismischen Aktivität und der besonders aktiven Phase des größten Geysirs der Welt durchaus ein Anzeichen dafür, dass eine Eruption des Supervulkans in absehbarer Zeit möglich ist. Doch wenn dies geschieht, werden weite Teile Nordwestamerikas verwüstet und die Nordhalbkugel wird dann einen "nuklearen Winter" erleben. Man sollte nicht vergessen, dass dieser Vulkan zum Pazifischen Feuerring gehört, welcher derzeit in Sachen Vulkanausbrüchen und Erdbeben besonders aktiv ist.

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