Jürgen Hardt, offizielles Pressefoto - Bild: Katja-Julia Fischer

CDU-Außenexperte hält eine endgültige und vollständige atomare Abrüstung Nordkoreas für fraglich und sieht US-Präsident Trump nach G7-Eklat unter Erfolgsdruck.

Von Redaktion

Die Union zweifelt am Erfolg des bevorstehenden USA-Nordkorea-Gipfels. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt: "Aufgrund vergangener Erfahrung bin ich skeptisch, dass der nordkoreanische Diktator die von uns als Westen verlangte vollständig überprüfbare und unumkehrbare Aufgabe des Nuklearprogramms als Bedingung für eine Normalisierung der Beziehungen akzeptieren wird".

Es bleibe zu hoffen, dass Kim die Gipfel-Bühne "nicht missbrauchen wird, um seine Verhandlungsposition vermeintlich zu verbessern". CDU-Außenexperte Hardt sagte weiter: "Nach dem Eklat beim G7-Gipfel steht US-Präsident Trump beim Treffen mit Kim Jong Un unter Erfolgsdruck. Er setzt hohes politisches Kapital ein und wird ein Ergebnis liefern müssen."

Vor diesem Hintergrund sei es umso wichtiger, "dass sich die G7-Staaten in Kanada auf eine gemeinsame Linie in der Nordkoreapolitik geeinigt haben", betonte Hardt: "Diese Geschlossenheit war ein wichtiger Erfolg des Gipfels."