Neue Migrationswelle: Österreich wird heute Grenzübung durchführen

Angesichts der deutschen Debatten um eine Grenzschließung und der wieder wachsenden Anzahl an Migranten auf der Balkanroute wird Österreich laut Vizekanzler Strache eine Grenzübung abhalten, um die Abwehrbereitschaft gegen illegale Migranten zu demonstrieren.

Von Michael Steiner

In Sachen Migrationsströme über die Balkanroute gilt Österreich vor allem als Durchzugsland, zumal die meisten dieser irregulären Migranten ohnehin nach Deutschland oder Skandinavien weiterziehen wollen, weil dort entweder bereits schon Verwandte oder Freunde wohnen, oder eben weil die Sozialsysteme dort als großzügig gelten.

Der österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat nun den anhaltenden Asylstreit in Deutschland als Grund für Grenzübungen am Dienstag in Spielfeld genannt. Der FPÖ-Chef sagte der "Bild": "Am Dienstag wird es in Spielfeld eine Großübung von Polizei und Bundesheer geben, bei der auch die neue Polizei-Grenzschutzeinheit Puma vorgestellt wird. Mit dieser Übung an der Grenze zwischen Österreich und Slowenien wollen wir uns für alle Entwicklungen wappnen und ein klares Signal setzen, dass es einen Kontrollverlust und ein Durchwinken wie 2015 nicht mehr geben wird. Hintergründe sind die Debatte um innereuropäische Grenzschließungen, ausgelöst von Deutschland, sowie aktuelle Entwicklungen auf den Flüchtlingsrouten im Balkanraum."

Für den österreichischen Vizekanzler, sowie für die Bundesregierung gesamt, gilt die Verhinderung einer Wiederholung von 2015 auch als politisch überlebenswichtig. Vor allem diese Bilder des totalen Kontrollverlustes im Zuge der Migrationskrise haben einerseits die Freiheitlichen massiv gestärkt, andererseits jedoch auch zur Kanzlerschaft von Sebastian Kurz (ÖVP) geführt, welcher seine Partei auf eine klassisch rechtskonservative Linie führt.

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