Mattis: Rückzug der US-Truppen aus Syrien wäre ein „strategischer Fehler“

Im NATO-Hauptquartier sprach US-Verteidigungsminister James Mattis auch über die Idee des Abzugs der US-Truppen aus Syrien. Dies sei ein "strategischer Fehler".

Von Marco Maier

US-Präsident Donald Trump sprach immer wieder davon, die US-amerikanischen Truppen aus Syrien abzuziehen. Doch sein Verteidigungsminister, James Mattis, hält absolut nichts davon. Er plädiert dafür, dass seine Soldaten weiterhin vor Ort präsent sind. Dass sie dabei mit höchst fragwürdigen Milizen zusammenarbeiten, scheint ihn jedoch nicht besonderlich zu stören.

"In Syrien würde das Verlassen des Feldes, bevor der Sondergesandte Staffan de Mistura erfolgreich den Genfer politischen Prozess vorantreibt, den wir alle unter der Resolution des UN-Sicherheitsrats unterzeichnet haben, ein strategischer Fehler sein, der unsere Diplomaten untergräbt und den Terroristen die Möglichkeit gibt, sich zu erholen…", so Mattis zu den NATO-Vertretern.

Der US-Politiker glaubt, dass nicht nur die Terroristen infolge des US-Abzugs erstarken würden, sondern auch die (legitime!) Regierung von Präsident Assad dies ausnutzen könne, um die Kontrolle über weitere Teile seines Landes zurückzugewinnen. Das ist typisch für eine Situation, in der es den Amerikanern nicht möglich ist, eine Niederlage einzugestehen. Also bleibt man dort und macht einfach so weiter wie bisher.

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