Verblödet die Menschheit? Laut einer Studie soll dem so sein. Der durchschnittliche IQ sinkt seit den 70er-Jahren immer weiter.

Von Marco Maier

Eine neue Studie, die am Montag von norwegischen Forschern veröffentlicht wurde, analysierte die IQ-Werte zwischen 1962 und 1991 und stellte fest, dass die Werte für jedes zwischen 1962 und 1975 Geborene um fast 3 Prozentpunkte anstiegen. Aber: Jene die nach 1975 geboren wurden, hatten durchschnittlich niedrigere Intelligenzquotienten.

IQ-Studie Norwegen

Der frühere Anstieg der IQ-Werte folgt dem so genannten "Flynn-Effekt" – einem Begriff für den langfristigen Anstieg der Intelligenz im 20. Jahrhundert, der möglicherweise auf einen besseren Zugang zu Bildung zurückzuführen ist – so Stuart Ritchie, Postdoktorand Fellow im kognitiven Altern an der Universität von Edinburgh, dessen Forschung IQ-Scores und Intelligenz untersucht und der nicht an der neuen Studie beteiligt war. Aber die neue Studie, zusammen mit ähnlichen Studien in Dänemark, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Finnland und Estland, haben alle einen ähnlichen Abwärtstrend bei den IQ-Werten seit den frühen 1970er Jahren gezeigt.

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Wie Fox News berichtet, haben Forscher lange Zeit Gene verwendet, um Variationen in der Intelligenz über Umweltfaktoren zu erklären. Die neue Studie stellt dieses Denken jedoch auf den Kopf. Jeder, der den Film "Idiocracy" gesehen hat, kennt diese Ideen vielleicht schon. In der wissenschaftlichen Gemeinschaft ist die Idee von unintelligenten Eltern, die mehr Kinder haben und die Bevölkerung verdummen, als die Theorie der dysgenen Fertilität bekannt, aber die neue Studie legt nahe, während Intelligenz durchaus vererbbar ist, spielen externe Faktoren eine viel größere Rolle.

Was treibt diese plötzliche Umkehrung des "Flynn-Effekts" und verursacht die Verdummung der Welt? Fox News berichtet, dass Ole Rogeberg, Senior Research Fellow am Ragnar Frisch Zentrum für Wirtschaftsforschung in Norwegen und Co-Autor der neuen Studie, glaubt, dass die Veränderung nicht auf die Genetik zurückzuführen ist, sondern sagt: "Die Ursachen für den IQ-Anstieg mit der Zeit und jetzt dem Rückgang ist auf externe Faktoren zurückzuführen."

"Es ist nicht so, dass dumme Leute mehr Kinder haben als schlaue Leute, um es grob zu sagen. Es hat etwas mit der Umwelt zu tun, denn wir sehen die gleichen Unterschiede innerhalb der Familien", sagte er. Unter "Umweltfaktoren" versteht Rogeberg externe Faktoren, die die Person beeinflussen und nicht das Wetter. Zum Beispiel die Veränderungen im Bildungssystem, in den Medien, in der Ernährung, weniger Lesen und mehr Online sowie einen besseren Lebensstandard.

IQ weltweit

Wie die Grafik oben zeigt, sind die Menschen in den wohlhabenderen Ländern im Schnitt mit einem höheren Intelligenzquotienten gesegnet und vor allem jene, die europäisch und ostasiatisch geprägt sind, führen die Rangliste an. Doch wie lange noch?

Einerseits findet generell eine Verdummung der Menschen statt, andererseits sehen sich vor allem die Europäer mit einer Zuwanderung aus Weltgegend konfrontiert, in der der durchschnittliche IQ deutlich unter 90 Punkten liegt. Da spielen dann natürlich auch Genetik und Umweltbedingungen eine große Rolle. Müssen wir uns nun darauf einstellen, völlig zu verdummen?

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