Hunderte Millionen Afrikaner würden gerne nach Europa gehen, weil sie sich dort ein besseres Leben versprechen. Aber selbst zig Milliarden an "Entwicklungshilfe" würden daran nichts ändern.

Von Michael Steiner

Von den rund 1,1 Milliarden Menschen in Subsahara-Afrika wollen laut dem PEW Research Center bis zur Hälfte auswandern. Bei dem starken Bevölkerungswachstum in der Region, wären es bis zum Jahr 2050 sogar rund eine Milliarde Menschen. Und das vor allem deshalb, weil die Afrikaner mehrere tiefgreifende Probleme haben, welche es ihnen nicht leicht machen, funktionierende und prosperierende Staaten aufzubauen.

Einerseits ist da das koloniale Erbe mit willkürlichen Grenzziehungen, die multiethnische Staaten schufen. Das tief verwurzelte tribalistische Denken sorgt dafür, dass zumeist lediglich die führenden Stämme die politische und wirtschaftliche Macht erhalten, während der Rest davon faktisch ausgeschlossen ist. Clans regieren, so dass Bürgerkriege, Putsche und Revolten keine Seltenheit sind. Ergo: Wer keine Perspektiven im eigenen Land hat, dem fällt der Abschied leichter.

Eigentlich müsste man sämtliche afrikanischen Staaten auflösen und den Menschen dort ihre Stammesgebiete als de-Facto-Staaten überlassen. Zwar würden sie sich weiterhin (wie schon immer) bekämpfen, wenn es um Ressourcen und Territoriumsgewinne geht, aber wahrscheinlich wäre das Ganze deutlich friedlicher als jetzt. Oder, wie es auch schon diverse afrikanische Intellektuelle forderten: Die Kolonialherren kommen zurück und managen die ganzen Territorien.

Dann kommt noch der kulturelle Aspekt hinzu. Die meisten der afrikanischen Sprachen besitzen beispielsweise keine Möglichkeit sich abstrakt auszudrücken. Die Frage "Was wäre wenn?" beispielsweise wird von den meisten Afrikanern nicht verstanden, denn für sie gilt das Prinzip, wonach etwas entweder ist oder nicht. Hypothesen werden gar nicht erst aufgestellt. Demensprechend fehlt es auch an einem abstrakten Denken, wie es bei den europäischen und asiatischen Sprachgruppen normal ist.

Loading...

Die Sprache prägt das Denken – siehe als einfaches Beispiel auch der Vergleich zwischen dem Englischen und dem Deutschen: Schulden zu haben und schuldig zu sein klingt unterbewusst wie Dasselbe. Im Englischen, wo zwischen debt und guilty unterschieden wird, fällt dies nicht ins Gewicht. Selbst wenn diese Menschen z.B. Englisch oder Französisch lernen, so wird es für sie weiterhin noch viele Generationen lang schwierig sein, entsprechende Denkmuster zu entwickeln.

Klar, man kann Geld nach Afrika schicken und dort z.B. Brunnen schlagen und ihnen landwirtschaftliche Maschinen kaufen. Aber infolge dessen, dass man sich dort größtenteils nicht um die entsprechende Wartung kümmern wird, bleibt ein dauerhafter positiver Effekt ziemlich sicher aus. Das Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" funktioniert ohne ständige Beaufsichtigung nur sehr eingeschränkt, auch wenn das linke Weltverbesserer und "alle Menschen sich gleich"-Befürworter nicht verstehen werden – denn wir sind eben nicht alle gleich, sondern eben alle zusammen unterschiedlich.

Auf jeden Fall ist es unsinnig, die Bevölkerungsexplosion in Subsahara-Afrika auch noch mit Unsummen zu fördern und (so hart es auch klingen mag) mit Hilfsgeldern Kindern in zehnköpfigen Familien das Überleben zu sichern, die dann selbst wieder eine zehnköpfige Familie gründen und immer noch nicht den Hauch einer Ahnung davon haben, wie sie die Kinder denn alle durchfüttern können. Doch Geburtenkontrolle alleine kann das Problem auch nicht lösen, weil der Nachwuchs ja quasi das soziale Netz darstellt, welches z.B. im Krankheitsfall die medizinische Behandlung mitträgt.

Der afrikanische Kontinent wird noch für Jahrhunderte eine gewaltige Herausforderung bleiben, das ist gewiss. Der einzige Vorteil der Europäer ist, dass sie im Vergleich zu den Afrikanern (noch) über eine überlegene Kriegsmaschinerie verfügen, während die Schwarzen faktisch nur auf Unmengen an "Menschenmaterial" zurückgreifen können. Ein Sturm auf die "Festung Europa" wäre zumindest so lange abzuwehren, wie die dortige Politik den Begriff auch ernst nähme. Denn das würde heißen, mit schwerem Geschütz auf mehrere Millionen anstürmende Afrikaner schießen zu müssen.

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...