Grünen-Politikerin Claudia Roth. Bild: Flickr / Metropolico.org CC BY-SA 2.0

Die Grünen-Politikerin und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth, bekommt Morddrohungen aus dem rechten Lager und dem nationalistisch-religiösen Teil der türkischstämmigen Wählerschaft in Deutschland.

Von Redaktion

"Ich werde täglich aus den Reihen von Pegida und AfD angefeindet, bis zu Morddrohungen", sagte Roth der "Rheinischen Post". Sie wehre sich dagegen, notfalls juristisch, betonte die frühere Grünen-Chefin. "Wer von rechtsautoritären Bewegungen gehasst wird, kann nicht alles falsch gemacht haben." Umso mehr gelte "Gesicht zeigen. Hingehen. Haltung beweisen. Sich nicht unterkriegen lassen."

Bei der Gedenkfeier in Solingen wurde Roth am vergangenen Dienstag nach eigenen Angaben von Anhängern der BIG-Partei "heftig angepöbelt". Dass sie verschwinden soll, sei noch der "harmloseste Ausruf" gewesen. Roth räumte ein, dass sich ein Teil der türkischstämmigen Deutschen abgeschottet hätten.

"Das schwierige Verhältnis zwischen den jungen Türken, die Erdogan hinterherlaufen, aber in Deutschland alle Freiheiten genießen, und dem liberalen Teil der türkischstämmigen Community müssen wir ernst nehmen." Es gebe einen Rückzug einiger "in die vermeintliche heile Welt des konservativen Islam oder der türkischen Nation."

Roth ist auch immer wieder Ziel von "Satire". So erschien erst vor einigen Tagen auf dem Internetnetauftritt des neuen "Berliner Express" ein Artikel über Claudia Roth, welcher sogar im Bundestag für Aufruhr sorgte. 

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