China: Aggressive Vogelgrippe ausgebrochen – Hunderte Tote

Ein neuer aggressiver und höchst tödlicher Stamm der Vogelgrippe breitet sich in China aus und ist dort bereits für hunderte Tote verantwortlich. Die WHO nennt sie bereits "Krankheit X".

Von Marco Maier

Ein "neuer" Stamm der tödlichen Vogelgrippe, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) "Krankheit X" genannt wird, hat in China Hunderte von Menschen getötet und ist nur drei Mutationen davon entfernt, zwischen Menschen zu übertragbar zu sein, so Experten. Der Stamm H7N9 ist beim Geflügel aktiv und hat 623 von 1.625 Infizierten in China getötet – eine Sterblichkeitsrate von 38,3 Prozent. Während H7N9 erstmals im Jahr 2013 in China identifiziert wurde, hat es sich in letzter Zeit scheinbar über Nacht zu einer ernsthaften Bedrohung entwickelt.

Professor Jonathan Van-Tam, stellvertretender Chefarzt für England, sagte dem Telegraph, dass H7N9 einen globalen Ausbruch verursachen könnte. "[H7N9] ist ein Beispiel für ein anderes Virus, das seine Fähigkeit bewiesen hat, sich von Vögeln auf Menschen zu übertragen", sagte Van-Tam, der hinzufügte: "Es ist möglich, dass es die Ursache der nächsten Pandemie sein könnte." Die WHO sagt, N7N9 sei "ein ungewöhnlich gefährlicher Virus für Menschen" und "einer der tödlichsten Grippeviren, die wir bisher gesehen haben."

Dr. Yoshihiro Kawaoka von der Universität von Wisconsin-Madison sagt: "H7N9-Viren haben mehrere Eigenheiten, die typischerweise mit menschlichen Grippeviren in Verbindung gebracht werden." Weil das Pandemie-Potential sehr groß ist, müsse man es "genau beobachten." Angesichts der Eigenschaften könnte das Virus in kürzester Zeit mehrere Millionen Menschen infizieren und aufgrund der Aggressivität auch Millionen von Menschen töten.

Eine Forschergruppe geleitet von James Paulson vom Scripps Research Institute in Kalifornien untersuchte die Mutationen, die im Genom von H7N9 potentiell stattfinden können, um den Virus nicht mehr nur von Geflügel zum Menschen sondern auch vom Menschen zum Menschen übertragbar zu machen. Die Ergebnisse, die im PLoS Pathogens-Journal veröffentlicht wurden, sind alarmierend: In Labortests reichten bereits Mutationen in drei Aminosäuren aus, um den Virus besser an menschliche Zellen binden zu lassen. Das heißt, dies würde den Virus für die Menschheit noch gefährlicher machen, berichtet die Japan Times.

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Auch wenn es jetzt noch nicht so weit ist – die Gefahr des Ausbruchs einer globalen Pandemie besteht durchaus. Viren mutieren schnell, insbesondere Grippeviren, weshalb die meisten Grippe-Impfungen auch weitestgehend nutzlos sind. Wie will man dann eine solche Grippe-Pandemie verhindern?

 

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