Bilderberg-Treffen: Hoher Vatikan-Vertreter dabei

Was macht ein hochrangiger Vertreter des Vatikans beim diesjährigen Bilderberg-Treffen in Turin?

Von Marco Maier

Kardinal Pietro Parolin, der Staatssekretär des Vatikans, wird an der diesjährigen Bilderberg-Konferenz teilnehmen, die von heute bis Sonntag in Turin stattfindet. Dies besagt die offizielle Gästeliste mit insgesamt 131 Teilnehmern, die einige sehr interessante Persönlichkeiten aufzuweisen vermag.

Parolins Teilnahme ist das erste Mal, dass ein hochrangiger Vertreter des Vatikans an einer der Konferenzen teilgenommen hat und hat vielleicht auch etwas mit der von Papst Franziskus geförderten "Kultur der Begegnung" zu tun. Der Papst betonte beim Empfang des Karlspreises am 6. Mai: "Heute müssen wir dringend alle Mitglieder der Gesellschaft dazu bringen, eine Kultur aufzubauen, die den Dialog als eine Form der Begegnung privilegiert und ein Mittel schafft, um Konsens und Einigkeit herzustellen – auf der Suche nach dem Ziel einer gerechten, reaktionsfähigen und integrativen Gesellschaft."

Parolin nahm letztes Jahr am Weltwirtschaftsforum in Davos teil, wo er eine Rede über päpstliche Diplomatie hielt. Seine Teilnahme an der Bilderberg-Konferenz erfolgte unmittelbar nach dem Rücktritt von 34 chilenischen Bischöfen im Mai wegen eines pädophilen Priesterskandals.

Die diesjährigen Themen lauten:

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  1. Populismus in Europa
  2. Die Herausforderung der Ungleichheit
  3. Die Zukunft der Arbeit
  4. Künstliche Intelligenz
  5. Die USA vor den Halbzeitwahlen
  6. Freihandel
  7. US-Weltführung
  8. Russland
  9. Quantencomputer
  10. Saudi-Arabien und Iran
  11. Die Welt der "Post-Wahrheit"
  12. Aktuelle Ereignisse

Die Eliten sorgen sich nämlich massivst um den Fortbestand ihres Einflusses, denn die "Populisten" untergraben die Autorität der etablierten Politik und der Mainstreammedien, die sich weitestgehend unter der Kontrolle der Elitennetzwerke befinden. Auch das Hinausbrechen der Vereinigten Staaten aus dem transatlantischen Verbund durch die Trump-Administration wird in diesen Kreisen mir größter Besorgnis gesehen.

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Man sollte zudem nicht vergessen, dass die Bilderberg-Gruppe für eine einzige Weltregierung steht, für eine Welt ohne Grenzen und unter Kontrolle des westlichen Establishments. Dass nun der Vatikan involviert ist, darf nicht verwundern. Immerhin haben die katholischen Kirchenfürsten jahrhundertelang versucht, die Weltherrschaft an sich zu reißen.

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