Seit rund zwei Wochen stößt der Mount Kilauea auf Hawaii Lava an die Erdoberfläche. Doch auch eine toxische Gaswolke treibt nun über Hawaii…

Von Marco Maier

Vulkane sind tödlich. Nicht nur wegen der siedend heißen Lava, die sie über die Landschaften verteilen, sondern auch wegen der toxischen Gase, die zusammen mit dem geschmolzenen Gestein an die Erdoberfläche gelangen und auch aus dem Lavastrom ins Meer entstehen. Der Mount Kilauea auf Hawaii, der gerade großflächig eruptiert, weil sich überall Fissuren im Erdboden öffnen, vernichtet mit seiner Lava auch nicht nur die ganze Infrastruktur, sondern tötete mit seinem giftigen Gas bereits die ersten Menschen.

Dieses giftige Gasgemisch besteht aus Chlorwasserstoffsäure und vulkanischen Glaspartikeln. Selbst in geringen Konzentrationen kann es sowohl zu Hautirritationen als auch zu schweren Atemwegsbeschwerden führen. Laut dem US Geological Survey kann dieses Gemisch sich sogar zu Wolken formen, die sauren Regen fallen lassen.

Wie der US-TV-Sender ABC 7 darauf hinweist, scheint die Lava selbst zwar weniger eine Bedrohung zu sein, wenn sie den Ozean erreicht, in der Realität führt ihre Begegnung mit dem Wasser jedoch zu neuen Gefahren. Weil der Wind die Säurewolke zu entlegenen Orten tragen kann, kann er Menschen sowohl auf dem Land als auch auf dem Wasser bedrohen. Und der Kilauea produziert derzeit Unmengen dieses korrosiven Gases, welches mit der Batteriesäure verglichen wird.

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Ein Ende des Vulkanausbruchs auf Hawaii ist noch lange nicht abzusehen. Man muss also damit rechnen, dass nicht nur noch mehr Häuser und Straßen der gefräßigen Lava zum Opfer fallen, sondern auch noch viel mehr des giftigen Gasgemisches über die Hauptinsel strömen wird. Die Anzahl der Toten wird ziemlich sicher noch steigen.

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