Zerknitterte Dollarnote über US-Flagge. Bild: Flickr / Images Money CC BY 2.0

Rund 51 Millionen US-Haushalte sind nicht in der Lage, ausreichend Geld für Miete, Essen und das Nötigste zum Leben aufzubringen. Das Land geht vor die Hunde.

Von Marco Maier

Die Vereinigten Staaten haben sich komplett herabgewirtschaftet. Insgesamt rund 51 Millionen Haushalte (also etwa 43 Prozent aller Haushalte) erwirtschaften nicht genügend Geld, um Miete bzw. Kreditraten für das Haus, das tägliche Essen, die Kinderversorgung (inkl. Schulkosten), die Gesundheitsversorgung, die Transportkosten (z.B. eigenes Auto oder öffentliche Verkehrsmittel) und die Telekommunikation (Telefonrechnung, Internet) finanzieren zu können.

Das schließt sowohl die 16,1 Millionen armen Haushalte ein, als auch die 34,7 Millionen Haushalte umfassende "ALICE"-Gruppe (Asset Limited, Income Constrained, Employed) ein. Also jene Menschen die zwar einen Job haben, der aber schlecht bezahlt ist und die zudem kaum finanzielle Rücklagen besitzen – die sogenannten "working poor". Das ist schon eine ordentliche Anzahl an Menschen, die davon betroffen ist.

Doch wenn sich 43 Prozent der Amerikaner noch nicht einmal die "Basics" zum Leben leisten können – was sagt dies über den wahren Zustand der US-Volkswirtschaft aus? Immerhin verdienen 66 Prozent aller Beschäftigten weniger als 20 Dollar pro Stunde, was angesichts der US-Struktur auch bedeutet, dass diese kaum eine Familie anständig durchbringen und absichern können. Außer natürlich, sie arbeiten in mehreren Jobs und dann bis zu 16 Stunden täglich.

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Donald Trump versucht zwar wieder gut bezahlte Industriejobs zurückzuholen, doch das wird nur bedingt helfen. Die Digitalisierung und Automatisierung steht erst am Anfang. Und steigende Zinssätze werden auch ausgeglichen werden müssen. Das wird schwierig und zuerst noch mehr Menschen in die Armut treiben, das ist klar.

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