Die "Atlantik-Brücke" und das "American Council on Germany" ließen eine Umfrage in den USA und in Deutschland durchführen. Das Ergebnis ist interessant.

Von Redaktion

Etwa die Hälfte der Deutschen und der US-Amerikaner sieht die westliche Wertebasis schwinden. Das geht aus einer YouGov-Umfrage für die "Atlantik-Brücke" und das "American Council on Germany" hervor, über die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" berichten. Demnach glauben 50 Prozent der Deutschen und 49 Prozent der Amerikaner, dass die gemeinsamen Werte schwinden. In den Chefetagen der Transatlantiker ist man darüber nicht sehr glücklich.

Freie Meinungsäußerung halten Deutsche und Amerikaner den Ergebnissen zufolge für den wichtigsten Wert. Danach folgen aus Sicht der Deutschen die Demokratie (56 Prozent), der Schutz der Privatsphäre (33 Prozent) und die Rechtsstaatlichkeit (32 Prozent). Für die Amerikaner zählen dagegen die Religionsfreiheit (38 Prozent), die Demokratie (36 Prozent) und das Recht, Waffen zu tragen (30 Prozent).

67 Prozent der Deutschen und 69 Prozent der Amerikaner wünschen sich laut dieser Umfrage, dass die transatlantischen Beziehungen bleiben wie bisher oder noch enger werden. Jeder fünfte Deutsche sieht keine gemeinsame Wertegrundlage mit den USA. Das hieße: Rund zwei Drittel der Befragten halten an der "Westlichen Wertegemeinschaft" (WWG) fest, welche es bevorzugt, ohne auch nur irgendwelche Beweise vorzulegen andere Länder zu beschuldigen und gar zu bombardieren und dabei aufs Völkerrecht zu pfeifen.

Die Atlantik-Brücke und das American Council on Germany sind zwei im Jahr 1952 gegründete transatlantische Schwesterorganisationen die dafür sorgen sollen, dass die deutschen Eliten möglichst eng an die Vereinigten Staaten von Amerika gebunden sind, damit die US-Eliten ihren Einfluss auf die deutsche Politik und Wirtschaft sicherstellen können. Gemeinsam betreiben sie auch das "Young Leaders"-Progamm zur Rekrutierung neuen Spitzenpersonals.