Südafrika: Farmer bitten Australien um Hilfe

Der Druck der ANC-Regierung auf die weißen Farmer in Südafrika wird immer schlimmer. Morde, Überfälle, Folter und Vergewaltigungen nehmen zu. Nun bitten hunderte Farmer in Australien um Asyl.

Von Marco Maier

Während man in Zimbabwe nach dem Sturz von Präsident Robert Mugabe in Sachen Hatz auf weiße Farmer den Rückwärtsgang einlegt, weil man erkannt hat, dass diese nicht nur das komplette Land ernährten, sondern die ehemalige britische Kolonie zudem auch zu einer Kornkammer (bzw. dem "Brotkorb des Südens") machten, welche Getreide exportierte, während man infolge der Vertreibungs- und Enteignungspolitik seit Jahren auf internationale Hilfslieferungen angewiesen ist, will man in Südafrika genau denselben Fehler wie im Nachbarland machen.

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa vom regierenden ANC führt den feindseligen Kurs gegen die weiße Minderheit fort, der schon unter Vorgänger Jacob Zuma zu blutigen Exzessen führte. Er bezeichnete die Landnahme durch die Buren im 17. Jahrhundert als "Ursünde" und verlangte die Rückgabe des Landes an jene, von denen es genommen worden sei. Dass die meisten Schwarzen im Land jedoch von Stämmen außerhalb der heutigen Landesgrenzen kommen, welche von den Buren als Arbeitskräfte ins Land geholt wurden, ignoriert er geflissentlich.

Laut einer Studie aus dem Jahr 2017 besitzen die Weißen 72 Prozent des südafrikanischen Farmlandes, machen jedoch weniger als neun Prozent der Bevölkerung Südafrikas aus. Insgesamt gibt es rund 200.000 weiße Farmer, von denen die Mehrheit Buren sind. Alleine im letzten Jahr wurden bei 423 Angriffen auf diese Farmen 82 Menschen getötet, in diesem Jahr waren es bislang 109 Angriffe und 15 Morde. Während der Überfälle kommt es immer wieder zu stundenlangen Folterungen.

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Australiens Innenminister, Peter Dutton, brachte kürzlich die Idee von rasch ausgestellten humanitären Visas für weiße südafrikanische Farmer auf den Tisch, und sagte, dass diese sich "schrecklichen Umständen" gegenüber sehen und sie Hilfe von einem "zivilisierten Land" benötigen würden. Dafür wurde er von der südafrikanischen Regierung als Rassist bezeichnet, da dieses Problem der rassischen Verfolgung ja gar nicht existiere.

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Nun haben bereits mehr als 200 weiße südafrikanische Farmer bei der australischen Botschaft des Landes um ein humanitäres Visa angesucht, nachdem sie von der schwarzen Mehrheit aufgrund ihrer Hautfarbe attackiert wurden. Und auch wenn der australische Innenminister dem sehr offen gegenüber steht, sagte die stellvertretende Innenministerin des Landes, Malisa Golightly, dass die Antragsteller auch Beweise für eine ethnische Verfolgung vorlegen müssten, um auch tatsächlich ein solches Flüchtlingsvisum zu erhalten.

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