Der Flugzeugträger USS George Washington in einer Carrier Strike Group. Bild: Public Domain / U.S. Navy

Bei der NATO und im Pentagon sorgt man sich um die "schwimmenden Festungen". Denn: Russland hat einen "Flugzeugträger-Killer" entwickelt, der diese versenken kann, bevor sie überhaupt in der Lage wären, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Von Marco Maier

Russland beweist, dass es auch ohne überdimensionierten Militärbudgets durchaus möglich ist, eine funktionierende und leistungsfähige Landesverteidigung aufzubauen, die es mit der US-amerikanischen Vernichtungsmaschinerie aufnehmen kann. Dies beinhaltet in diesem Fall auch einen "Flugzeugträger-Killer", der den NATO-Chefs und den Pentagon-Strategen große Sorgen bereitet.

Von einem Überschallbomber gestartet, fliegt die Seezielrakete Ch-32 so schnell und so hoch, dass US-amerikanische Abfangraketen sie nicht greifen können. 2016 erst haben die russischen Streitkräfte den neuen Marschflugkörper in Dienst gestellt. Gegen einen Schwarm dieser Lenkwaffen sind Flugzeugträger und Zerstörer der US-Navy machtlos. Eine solche Salve würde nämlich abgeschossen werden können, bevor die US-amerikanischen Abfangjäger überhaupt erst einmal in die Feuerreichweite zu den Langstreckenbombern kämen.

Eine Tu-22M3. Bild: Max071086 CC BY-SA 3.0
Eine Tu-22M3. Bild: Max071086 CC BY-SA 3.0

Die Kombination aus dem modernisierten Fernbomber Tu-22M3M und dem neuen Überschall-Marschflugkörper (eben der Ch-32), ermöglicht es der russischen Luftwaffe nämlich, feindliche Flugzeugträger und deren Begleitkonvois bereits aus großer Entfernung anzugreifen und zu versenken. Infolge der hohen Geschwindigkeit (Mach 5) der Raketen, die für die Bekämpfung von Boden- und Seezielen entwickelt wurden, sowie einer Reichweite von bis zu 1.000 Kilometern, wird es für die Abwehrsysteme der NATO-Kriegsschiffe beinahe unmöglich, diese abzufangen.

Die Tupolew Tu-22M3 ist ein strategischer Langstreckenbomber, der für die Bekämpfung von Land- und Seezielen aus großer, mittlerer und tiefer Höhe bestimmt ist. Der Bomber war 1989 in Dienst gestellt worden. Insgesamt sollen bis zu 30 Fernbomber Tu-22M3 modernisiert werden, die erste davon soll bereits im dritten Quartal dieses Jahres in Dienst gestellt werden. Derzeit verfügt Russland über etwa 100 Maschinen dieses Typs.

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