Immer mehr Rentner müssen für ihr wohlverdientes Altersruhegeld Steuern bezahlen. Das ist ein absolutes Unding.

Von Marco Maier

Insgesamt 54.000 Rentner müssen infolge der Rentenerhöhung erstmals Steuern bezahlen – 4,4 Millionen Rentner insgesamt sind bereits steuerpflichtig – mit Ehepartnern gar 5,6 Millionen. Das heißt: Inzwischen muss schon in etwa jeder vierte Rentner Steuern für sein Ruhestandsgeld abdrücken. Ein ordentlicher Anteil, obwohl es das eigentlich gar nicht geben sollte.

Und es werden immer mehr, da die Grenze ab der Steuern bezahlt werden müssen in den kommenden Jahren sukzessive sinkt – bis im Jahr 2040 dann das komplette Geld über dem Grundfreibetrag (von aktuell 9.000 Euro im Jahr) versteuert werden muss. Und das, obwohl die Rente im Vergleich zum Arbeitseinkommen immer weiter zusammengekürzt wird. Das heißt dann aber auch: Bis auf jene die im Bereich des Mindesteinkommens (also Hartz-IV-Satz-Niveau) liegen, werden dann faktisch alle Rentner noch einmal zur Kasse gebeten.

Die Rentner (und jene die es noch werden) müssen sich doch von so einer Politik nach Strich und Faden veräppelt vorkommen. Da nimmt der Staat schon zu Arbeitszeiten einen großen Teil des Einkommens weg und dann wird auch noch die von den etablierten Parteien (zugunsten privater Versicherungskonzerne) komplett kaputt gemachte Rente auch noch besteuert. Das kann doch nicht angehen!

Zum Einen ist die etablierte Politik nicht in der Lage, eine ordentliche Rentenpolitik zu gestalten, zum Anderen wurde das Einkommen ja schon einmal versteuert – und dann erwirtschaftet der Staat ja ohnehin ordentliche Überschüsse. Da muss es doch möglich sein, auf die Besteuerung der Renten zu verzichten. Immerhin haben diese Menschen all die Jahre lang gearbeitet und sich einen ordentlichen Ruhestand verdient.