Die Vereinigten Staaten entwickeln neue Atombomben. Die Tests mit den B61 nukleare Gravitationsbomben sollen vorangetrieben werden. Wer erkennt hier eine Doppelmoral?

Von Marco Maier

Während man seitens der "Westlichen Wertegemeinschaft" die Entwicklung von eigenen Atomwaffen durch andere Staaten (z.B. Nordkorea oder Iran) außerhalb dieser Zone massivst bekämpft und andere Staaten innerhalb dieser Zone (z.B. Israel) damit durchkommen lässt, arbeitet das einzige Land der Welt, welches schon einmal Atombomben auf ein anderes Land abgeworfen hat (also die USA) an der Entwicklung einer neuen Atombombenart: Nämlich der sogenannten nuklearen Gravitationsbombe.

Bislang hat die US Air Force (mit Stand 1. Mai) mehr als zwei Dutzend Tests der neuen B61-12 "guided nuclear gravity bomb" durchgeführt. Donald Trumps Versprechen, das Nuklearwaffenarsenal der Vereinigten Staaten zu erneuern – und dafür mehr als eine Billion Dollar in die Hand zu nehmen – trägt demnach erste Früchte.

Zwar wird bereits seit Jahren an der neuen Gravitationsbombe geforscht, doch Trump ließ das Programm beschleunigen. Inzwischen wurden die meisten Kampfjets der Air Force für den Transport (und Einsatz) der neuen Bombe zugelassen. Auch die B-2 Spirit und der futuristische B-21 Raider sollen bald schon dafür zugelassen werden.

Das Besondere an der B61-Gravitationsbombe ist die Fähigkeit, damit auch tief liegende Bunker (z.B. den Sitz von Kommando- und Kontrollzentren feindlicher Streitkräfte) zu erreichen und diese mit einer Sprengkraft von geschätzten 50 Kilotonnen zu vernichten. Das bietet den US-Streitkräften neue Möglichkeiten.

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Interessanterweise attackierte die "Westliche Wertegemeinschaft" erst kürzlich Russland, nachdem Präsident Putin eine neue Interkontinentalrakete präsentierte, welche offenbar die US-amerikanische Raketen-Abwehr unwirksam machen würde. Ginge es nach den westlichen Politikern, dürften zwar die Amerikaner (samt Anhang) ihr Atomwaffenarsenal modernisieren, nicht jedoch die Russen.

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