Antifa-Demo in Berlin. Bild: Flickr / Montecruz Foto CC BY-SA 2.0

Bei der heutigen AfD-Demonstration in Berlin wird es wohl wieder zu Krawallen durch Linksextremisten kommen.

Von Marcel Grasnick

Am heutigen Sonntag hat die AfD in Berlin zu einer Demonstration unter dem Motto „Zukunft Deutschland“ aufgerufen. Und natürlich ist das Geschrei auf der Gegenseite groß. So bleibt abzuwarten, welche Ausmaße die Gegendemonstrationen annehmen. Bleibt es bei dem, was die Bürger von den normalen Krawallen à la 1. Mai gewohnt sind oder wird es ein Fiasko wie beim G20 in Hamburg 2017?

Was die Linken, Grünen und anderen Organisationen nicht bedenken, sind mehrere Tatsachen:

  1. Auch schlechte Werbung ist gute Werbung. Wobei das die AfD nun wirklich nicht mehr nötig hat.
  2. Die Energie, die die Organisatoren in diese Gegendemos stecken, wäre an anderen Stellen sicherlich besser angebracht. Z.b. die Aktion mit der Wohnungsbesetzung gegen Mietwucher und Gentrifizierung. Zwar ebenso wenig legal wie Krawalle bei Gegendemos, aber immerhin mit einem vernünftigen Anstoß.
  3. Ebenso stellt sich immer wieder die Frage, was Gewerkschaften auf solchen Gegendemos zu suchen haben. Gewerkschaften sollten für die Rechte der Arbeitnehmer eintreten und sich nicht zu Handlangern linksgrüner Ideologie in Straßenschlachten vereinnahmen lassen. Wobei deren Aufgabe, wie es die Geschichte zeigt, stets und ständig vom Soll abweicht.

Das Motto der Berliner Partyclubs unter der Schirmherrschaft der Reclaim Club Culture „AfD wegbassen“ spiegelt leider nur zu sehr und deutlich den Zustand unserer Gesellschaft wieder. Hauptsache laut, störend und anti, dafür wird jeder Grund für eine große Party ausgiebig zelebriert. Was wäre wenn – ist eine unbeliebte rhetorische Floskel, aber dennoch passend. Was wäre wenn – sich diese ganzen Organisatoren schnöder Gegendemos um wirkliche Probleme kümmern würden? Wir lebten sicherlich nicht in einem Land, in dem Milch und Honig fließen, aber zumindest würden Probleme angegangen, die dringender wären als das rechtspopulistische Feindbild an seiner legitimen politischen Arbeit zu behindern.

O-Ton der Berliner Polizei: „Die Versammlungsfreiheit gilt für alle. Jeder darf demonstrieren, wenn er sich an die Gesetze hält. Aber das muss jede Gruppe auch der anderen zugestehen.“ Und genau da liegt der Hase im Pfeffer begraben. Während sich die tollwütigen Linken auf Blockaden und Sabotage versteifen –wird ein solches Verhalten von den sogenannten Rechten nicht gezeigt. Seltsam, oder? Diejenigen, denen der Wille zur Meinungsfreiheit abgesprochen wird, halten sich eher daran als jene, die diese angeblich schützen wollen. Natürlich sollte es Gegendemos geben dürfen – aber in vernünftigem Rahmen und ohne den Aufruf zur Blockade und Sabotage. Aber das ist doch nur Illusion, wie unser Rechtsstaat.

Bleibt also abzuwarten, wie viele normale Bürger wieder unter den Krawallen der Linksideologen leiden müssen. Abgesehen vom Straßenverkehr, durch die zusätzlichen Gegendemos ohnehin  extrem eingeschränkt.