Migrationskrise 2.0 – Die Afrikaner kommen

Schon jetzt machen sich zunehmend auch Afrikaner auf den Weg nach Europa, nicht nur Menschen aus dem Nahen Osten. Doch der Migrationsdruck nimmt zu. Über hundert Millionen Menschen könnten in den nächsten Jahrzehnten kommen.

Von Michael Steiner

Europa muss sich darauf vorbereiten, bald schon mit einem stark steigenden Anstieg der Migrantenzahlen aus Afrika konfrontiert zu werden, der die Bilder der Migrationskrise von 2015 wie eine kleine Wandertour aussehen lassen könnte. Davor warnte kürzlich auch schon ein UN-Vertreter. Denn so lange der "alte Kontinent" für die Menschen in den ärmeren Gebieten dieser Welt als "Eldorado" gilt, in dem Milch und Honig fließen, wird er auch als Zuwanderungsmagnet bestehen bleiben.

Doch während in den letzten Jahren vor allem Menschen aus den (Bürger-)Kriegs- und Krisenregionen des Nahen und Mittleren Ostens nach Europa strömten, bemerkt man schon jetzt auch einen stetig ansteigenden Zustrom von Afrikanern aus der Sahelzone. Eine Region mit rund einer halben Milliarde Menschen und einer der höchsten Bevölkerungswachstumsraten der Welt, die bald schon eine Milliarde Menschen beheimaten könnte.

Eine Region, die von politischer und wirtschaftlicher Instabilität geprägt ist und gerade im westlichen Teil des Sahels von jenen französischen Ex-Kolonien dominiert wird, welche von Paris (und Brüssel) auch heute noch faktisch so wie vor hundert Jahren behandelt werden. Zudem handelt es sich hierbei um die ärmste und am wenigsten Region der Welt. Die Franzosen haben dort ja keine Kolonien als Sozialwohlfahrt errichtet, sondern um die Ausbeutung der Ressourcen voranzutreiben. Auch heute noch, wie der Militäreinsatz in Mali zeigt, bei dem es vor allem um die Sicherung der Uranvorkommen für die französischen Atomkraftwerke geht.

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Menschen, die jedoch dort in ihrer Heimat kaum Perspektiven haben und von denen viele ihr Glück in der Fremde suchen wollen – vor allem in Europa, welches näher ist als das ferne Amerika. Ein Umstand, der dazu führen könnte, dass in den nächsten Jahrzehnten vielleicht sogar um die 100 Millionen (oder mehr) Menschen aus dieser Region versuchen werden, irgendwie nach Europa zu gelangen. Vielleicht sogar noch mehr.

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Und: Es werden vor allem junge Männer sein, die sich auf die lange gefährliche Reise machen. Dazu noch Islamisten von Boko Haram, IS und anderen Terrorgruppen, welche die Migrationsströme infiltrieren. Es ist ja nicht so, dass in der Sahelzone vorwiegend Christen leben würden – der Großteil der dort lebenden Menschen sind Muslime. Ein Umstand, der hierbei natürlich berücksichtigt werden muss.

Wie werden die Europäer jedoch reagieren, wenn sich jährlich 2 bis 5 Millionen Afrikaner auf nach Europa machen? Die paar Hunderttausend die es derzeit jährlich sind, können ja noch irgendwie "gemanaged" werden. Doch Millionenströme?

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