Schutzmaßnahmen gegen eine Ebola-Infektion. Bild: Flickr / EU-Kommission CC-BY-ND 2.0

Zwei mit Ebola infizierte Patienten brachen aus der Quarantäne aus und nahmen an einer Gebetsrunde teil, bevor sie starben. Die Angst vor einer Massenepidemie wächst.

Von Marco Maier

Die Demokratische Republik Kongo – und damit auch die ganze Region – steht vor einem Massenausbruch von Ebola, nachdem zwei von drei unter Quarantäne gehaltenen Patienten dort ausbrachen und an einer Gebetsrunde mit rund fünfzig Menschen teilnahmen, wobei sie wohl auch einige von ihnen mit dem tödlichen Virus ansteckten, wie die britische Zeitung "Daily Star" berichtet.

Nun warnen die Gesundheitsbehörden vor einem Massenausbruch der Seuche, da die Menschen in dieser Region mehr auf spirituelle Heilmethoden setzen als den Ärzten zu vertrauen. Das führt auch dazu, dass die zuständigen Behörden oftmals zu spät von den Ausbrüchen der Seuche erfahren.

Mit ein Grund dafür sind auch Pastoren, welche den Menschen sagen, dass sie sich nicht von den Ärzten behandeln lassen sollen, sondern lieber beten, um so die Krankheit zu besiegen. Die Menschen, die auch aufgrund mangelnder Bildung und der religiösen Verblendung dem Aberglauben folgen, sorgen so für die weitere Verbreitung der Seuche.

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Bei der WHO zeigt man sich äußest besorgt. "Wir sind auf der epidemiologischen Schneide", Dr. Peter Salama, der Notfallschutzleiter der Weltgesundheitsorganisation. "In den nächsten Wochen wird sich wirklich zeigen, ob sich dieser Ausbruch auf städtische Gebiete ausweitet oder ob wir ihn unter Kontrolle halten können."

Angesichts der Dummheit der Pastoren und Prediger und der mangelnden Bildung der Menschen jedoch kann man davon ausgehen, dass die Versuche der Eindämmung der Krankheit weitestgehend scheitern werden. Auch wenn dies zum Tod tausender Menschen führen kann – und das nicht nur in Afrika.

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