Schutzmaßnahmen gegen eine Ebola-Infektion. Bild: Flickr / EU-Kommission CC-BY-ND 2.0

Die bisherigen Ebola-Fälle kamen aus ländlichen Gebieten. Nun wurde der erste Fall in einer Großstadt bekannt. Das kann gefährlich werden.

Von Marco Maier

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt bereits davor, dass es einen "potentiell explosiven Anstieg" bei den Ebola-Erkrankungen in der Demokratischen Republik Kongo geben kann, nachdem der derzeitige Ausbruch der Seuche von den ländlichen Gebieten nun auch die erste Großstadt erreichte. Experten sprechen bereits von einer "neuen Phase" der Expansion.

Wie die BBC berichtet, hat Gesundheitsminister Oly Ilunga Kalenga bestätigt, dass es einen ersten Fall in der Stadt Mbandaka gegeben hat. Diese hat rund eine Million Einwohner und befindet sich etwa 130 Kilometer von jener Gegend entfernt, in der vor wenigen Wochen die ersten Fälle bekannt wurden. Zudem ist Mbandaka ein großer Transport-Hub mit Routen in die Hauptstadt Kinshasa, in der rund zehn Millionen Menschen leben.

Der leitende WHO-Vertreter Peter Salama sagte der BBC: "Das ist eine große Entwicklung in dem Ausbruch. Wir haben jetzt städtisches Ebola, weleches sich vom ländlichen Ebola unterscheidet. Das Potential für einen explosiven Anstieg der Fälle ist jetzt da." Nicht nur im eigenen Land selbst, sondern auch in Richtung Nachbarländer. Denn die Lage der Stadt Mbandaka am Kongo-Fluss erleichtert die Verbreitung der Seuche in die Nachbarländer wie Congo-Brazzaville und die Zentralafrikanische Republik.

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Inzwischen haben die Demokratische Republik Kongo und die Nachbarländer damit begonnen, an den Grenzen Untersuchungsmaßnahmen durchzuführen, zumal man im Umgang mit der Seuche – immerhin ist dies der neunte Ebola-Ausbruch in dem Land, seit man die Krankheit kennt – inzwischen geübt ist. Man hofft darauf, dass man so eine weitere Verbreitung der Krankheit unterbinden kann.

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