Die Politkrise in Italien kommt dem Land teuer zu stehen: Momentan explodieren die Kreditkosten – und kein Ende in Sicht.

Von Marco Maier

Die politische Krise in Italien bleibt nicht ohne Konsequenzen für die Refinanzierung der ohnehin schon exorbitant hohen Staatsschulden. Bei der Versteigerung von drei Anleihen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren in Höhe von insgesamt 5,57 Milliarden Euro vervielfachten sich laut der Schuldenverwaltung des Landes die Zinssätze.

Trotz der deutlich höheren Nachfrage (wofür man sich bei der Geldschwemme durch die Notenbanken bedanken darf) muss der italienische Staatshaushalt infolge der innenpolitischen Turbulenzen rund um die Regierungsbildung deutlich höhere Renditen zahlen. Bei der fünfjährigen Anleihe stieg sie von 0,56 auf 2,32 Prozent, während der durchschnittliche Zins der siebenjährigen Anleihe von 1,7 auf 3,0 Prozent anstieg. Die Rendite des zehnjährigen Papiers schnellte von 0,23 auf 2,0 Prozent hoch.

Für die künftige(n) italienische(n) Regierung(en) wird es so noch schwieriger, den ohnehin völlig maroden Staatshaushalt auch nur ansatzweise irgendwie in Ordnung zu bringen. Es ist nämlich davon auszugehen, dass sich ähnliche Szenarien auch bei der künftigen Staatsschuldenrefinanzierung abspielen werden. Das kann nicht mehr lange gut gehen.

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