Indien: Tödlicher Virus breitet sich aus

Ein neuerlicher Ausbruch einer Nipah-Vireninfektion verunsichert derzeit Indien. Man stellt Vergleiche mit Ebola an.

Von Marco Maier

In Indien gab es einen erneuten Ausbruch des Nipah-Virus, der Fieber, Atemwegserkrankungen und tödliche Hirnhautentzündungen verursacht und vor allem durch Flughunde, aber auch durch Schweine verbreitet wird. Bestätigt wurden bislang zwei Todesfälle im südindischen Bundesstaat Kerala, weitere vier Fälle mit einem Verdacht würden derzeit noch untersucht, so eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums des Bundesstaates.

Bei den beiden nachgewiesenen Fällen handelte es sich den offiziellen Angaben zufolge um Brüder aus dem Bezirk Kozhikode. Zu den weiteren Toten gehörte eine Krankenschwester, die die beiden behandelt hatte. Inzwischen wurden auch Blutproben von 64 Personen genommen und zur Untersuchung in ein Labor geschickt, die mit den verstorbenen Brüdern in Kontakt gekommen waren, zumal bereits neun weitere Menschen Symptome einer Nipah-Infektion aufwiesen und zwei davon in kritischem Zustand seien.

Erstmals nachgewiesen wurde das Nipah-Virus im Jahr 1998 in Malaysia. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört der Erreger zu jenen, die dringend erforscht werden müssen. Denn: Das Virus hat laut der UN-Organisation das Potential, große Krankheitsausbrüche zu verursachen, die jenen von Ebola in Afrika gleichen, da der Virus vor allem über eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion verbreitet wird.

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