Eine Grey Eagle Drohne. Bild: US-Army

Ein Drohnenprojekt auf Basis "künstlicher Intelligenz" für das Pentagon sorgt bei den Mitarbeitern von Google für massive Proteste.

Von Marco Maier

Google soll eigentlich ein Drohnenprogramm für das US-Verteidigungsministerium starten, welches auch auf die Implementierung von "Künstlicher Intelligenz" (Artificial Intelligence, AI) setzt. Doch dieses Programm stößt bei den Mitarbeitern des Internetkonzerns auf massiven Widerstand. Inzwischen haben bereits rund ein Dutzend Mitarbeiter deshalb gekündigt und beinahe 4.000 Beschäftigte des Unternehmens eine Petition unterzeichnet, in dem sie ein Ende des Pilotprgramms mit dem Namen "Project Maven" fordern.

Dieses "Project Maven" ist eines des Pentagons, das auch als "Algorithmic Warfare Cross-Functional Team" (AWCFT) bekannt ist und im April 2017 gegründet wurde. Die Zielsetzung ist, die Integration von Big Data und maschinellem Lernen zu beschleunigen. Laut dem "Wall Street Journal" hat das Pentagon für den Bereich der Nutzung künstlicher Intelligenz alleine im letzten Jahr 7,4 Milliarden Dollar ausgegeben.

Die erste Aufgabe des Projekts bestand darin, dem Pentagon dabei zu helfen, die Flut von Videomaterial, das täglich von seinen Flugdrohnen aufgenommen wurde, effizient zu verarbeiten – eine Menge, die so groß ist, dass menschliche Analytiker nicht mithalten können. Project Maven wird maschinelles Lernen nutzen, um Fahrzeuge und andere Objekte aus Drohnenmaterial zu identifizieren – mit dem ultimativen Ziel, Objekte in bis zu 38 Kategorien automatisch zu erkennen und zu identifizieren – einschließlich der Möglichkeit, Personen zu verfolgen, wie sie von verschiedenen Orten kommen und gehen.

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Die interne Revolte begann, kurz nachdem Google seine Beteiligung an dem Projekt vor fast drei Monaten bekannt gab. Einige Google-Mitarbeiter waren empört darüber, dass das Unternehmen dem Militär Ressourcen für die Überwachung von Drohnenoperationen zur Verfügung stellen würde, hieß es. Andere argumentierten, dass das Projekt wichtige ethische Fragen zur Entwicklung und zum Einsatz von maschinellem Lernen aufwirft. Die Mitarbeiter die kündigten beriefen sich auf eine Reihe von Frustrationen, von ethischen Bedenken hinsichtlich der Verwendung von KI im Kampfeinsatz bis hin zu größeren Bedenken hinsichtlich der allgemeinen politischen Entscheidungen von Google.

Was diese Mitarbeiter offensichtlich nicht wissen: Die Startfinanzierung von Google kam ja von der CIA und der NSA, die schon früh die strategische Bedeutung der Internet-Technologien erkannten. Auch als "privater" Konzern ist das Unternehmen weiterhin dem US-amerikanischen Deep State verpflichtet.

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