Energiewende: Die Deutschen werden finanziell ausgeblutet

Milliarden über Milliarden müssen die Deutschen für die sogenannte Energiewende bezahlen – und es werden immer mehr. Die Menschen werden finanziell ausgeblutet und sagen dafür auch noch brav "Danke!", indem die dafür verantwortlichen Parteien immer und immer wiedergewählt werden.

Von Marco Maier

Deutschlands Energielandschaft soll in einem Kraftakt umgestellt werden – von atomar und fossil auf nachhaltig und ökologisch. Seit mehreren Jahren wird bereits daran gearbeitet, dies umzusetzen – mehr schlecht als recht. Laut dem Institut für Wettbewerbsökonomik der Universität Düsseldorf sollen die gesamten Kosten dafür bis zum Jahr 2025 mindestens 520 Milliarden Euro betragen, also auf eine vierköpfige Familie umgelegt schon mal 25.000 Euro. Das sind Unsummen, die jedoch nicht ausreichen werden.

Denn: Der überhastete Ausstieg aus der Atomkraft infolge des havarierten japanischen Atomkraftwerks bei Fukushima im Jahr 2011 kostet auch noch extra – und zwar mehrere Milliarden Euro an Steuergeld, die als Entschädigungen für die verkürzte Laufzeit der Atomkraftwerke den Energiekonzernen zufließen sollen. Immerhin mussten sie deshalb Werte in Milliardenhöhe abschreiben. Im Falle von RWE, welches vor allem im Besitz deutscher Kommunen ist, sorgte dies für massive Einnahmenverluste, welche die kommunalen Kassen belasteten.

Als das Bundesverfassungsgericht den Kraftwerksbetreibern eine "angemessene" Entschädigung zusprach, wurde klar: Das wird teuer. Genauso wie die grundgesetzwidrige Brennelementesteuer, die zwar zuerst Gelder in den Staatshaushalt leiteten, nun jedoch plus Zinsen zurückbezahlt werden müssen. Aus Steuergeldern natürlich, versteht sich.

Und Vattenfall? Dieser klagte vor dem internationalen Schiedsgericht der Weltbank gegen die Stilllegung der beiden Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel, wobei 4,7 Milliarden Euro an Schadensersatz plus Zinsen verlangt werden. Ein Schaden, den die deutschen Steuerzahler aufgrund der Versagerpolitik in Deutschland ausgleichen müssen.

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Wenn man bedenkt, wie plan- und sinnlos die deutsche Bundesregierung in den letzten Jahren an diese sogenannte "Energiewende" herangingen, kann man davon ausgehen, dass das Ganze nur noch schlimmer und schlimmer werden kann. Bald schon werden die ganzen Kosten für Verbraucher und Steuerzahler wohl schon die 600-Milliarden-Euro-Marke erreichen – und ein Ende ist noch lange nicht abzusehen. Aber Hauptsache eine Bundeskanzlerin Merkel kann darüber schwadronieren, dass es den Deutschen so gut ginge wie noch nie zuvor. Selbst wenn man auf der einen Seite den Hartz-IV-Satz künstlich herunterrechnet, von dem dann die Empfänger auch den massiv verteuerten Strom bezahlen müssen. Da kann man doch mal am Wahltag mit dem Kreuz an der richtigen Stelle schön "Danke" sagen, nicht?

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