Ebola ist zurück!

Im Kongo gibt es einen neuen Ebola-Ausbruch mit einem scheinbar besonders aggressiven Virenstamm. Wird die Epidemie dieses Mal schlimmer als zuvor? Im Jahr 2014 starben rund 11.000 Menschen an der Seuche.

Von Marco Maier

In der Demokratischen Republik Kongo gibt es einen neuen Ebola-Ausbruch, wie auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vermeldet. In den letzten fünf Wochen gab es 21 gemeldete Krankheitsfälle, von denen bislang 17 verstarben. Dies könnte durch einen besonders aggressiven Virenstamm hervorgerufen worden sein, da die Mortalitätsrate normalerweise niedriger liegt.

Die Erklärung eines Ebola-Ausbruchs kam, nachdem Laborergebnisse zwei Krankheitsfälle in der Provinz Bikoro im Nordwesten des Landes bestätigten. Bikoro liegt am Ufer des Tumba-Sees nahe der Grenze zur Republik Kongo. Die neuen Fälle wurden von einer kleinen Gesundheitseinrichtung, etwa 30 Kilometer von Bikoro entfernt, gemeldet.

"Wir werden mehr Proben sammeln, Kontaktaufnahmen durchführen, die Gemeinden mit Botschaften über Prävention und Kontrolle in Verbindung bringen und Methoden zur Verbesserung der Datensammlung und -freigabe einführen", sagte Dr. Matshidiso Moeti, der regionale Direktor der WHO für Afrika. "Die WHO wird eng mit den Gesundheitsbehörden und Partnern zusammenarbeiten, um die nationale Antwort zu unterstützen."

Seit die Viruserkrankung im Jahr 1976 entdeckt wurde, ist dies der neute Ausbruch dieser Seuche in dem afrikanischen Land. Ohne entsprechende Quarantänemaßnahmen würde sich die Krankheit rasant über den Kontinent verbreiten und sich infolge der internationalen Reisetätigkeit (Tourismus, Geschäftsreisen und Migration) auch rasch auf anderen Kontinenten verbreiten.

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Die durchschnittliche Sterblichkeitsrate für das durch Ebola hervorgerufene hämorrhagische Fieber beträgt etwa 50 Prozent. Das tödliche Virus betrifft am häufigsten Menschen und nichtmenschliche Primaten (Affen, Gorillas und Schimpansen) und wird durch einen von fünf unterschiedlichen Ebola-Viren verursacht. Im Jahr 2014 starben laut der WHO insgesamt rund 11.000 Menschen während eines Ausbruchs der Krankheit, von der manche behaupten, sie wäre eine Art "Bio-Waffe". Auch im Jahr 2015 gab es während eines Ebola-Ausbruchs in Westafrika tausende Tote.

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