Chinas Außenminister Wang Yi. Bild: CIIC
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Die Volksrepublik China will den Iran nach der US-Aufkündigung des Atomabkommens nicht alleine stehen lassen und bietet dem Land Unterstützung an.

Von Marco Maier

Auch wenn sich die Vereinigten Staaten von Amerika aus dem Nukleardeal mit dem Iran einseitig zurückzogen und so wieder einmal zeigten, dass man ihnen in Sachen internationale Verträge nicht wirklich trauen kann, wollen die anderen Unterzeichnerstaaten das Land nicht wirklich hängen lassen. Vor allem Peking stellt sich demonstrativ hinter Teheran und signalisiert Washington so, dass man jegliche Aggressionen gegen den Partner nicht goutieren wird.

Man werde eine "objektive, faire und verantwortungsvolle Haltung einnehmen" und "weiter daran arbeiten, das Abkommen aufrechtzuerhalten", sagte der chinesische Außenminister Wang Yi bei einem Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Mohammed Dschawad Sarif am Sonntag in Peking. China betrachte den Iran als einen wichtigen Partner und wolle die Kooperation beider Länder weiter fördern, so der chinesische Chefdiplomat laut der dpa.

Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua zitierte Sarif am späten Sonntag mit den Worten, es sei die Verantwortung und Pflicht aller Parteien, dafür zu sorgen, das dass Atomabkommen auf "wirksame Weise umgesetzt wird". Der Iran sei bereit, eigene Anstrengungen zu unternehmen. Nach seiner Station in Peking wird Sarif als nächstes in Moskau und Brüssel erwartet, um dort mit seinen Amtskollegen und anderen hochrangigen Politikern über den Nukleardeal zu sprechen.

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Peking selbst will Zentralasien möglichst ruhig halten und dort keine Kriege ausbrechen sehen, da diese Region für die Etablierung der "Neuen Seidenstraße" als Handelskorridor nach Afrika und Europa äußerst wichtig ist. Nach dem Ende der Sanktionen gegen Teheran hatten China und der Iran vor zwei Jahren vereinbart, den wechselseitigen Handel beider Länder in den kommenden zehn Jahren auf 600 Milliarden Dollar mehr als zu verzehnfachen.

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