Auch während des Ramadans sollten muslimische Kinder tagsüber essen und trinken.

Gerade für Kinder ist das Fasten im Ramadan höchst gefährlich. Deren Körper können dadurch massive Schäden davontragen.

Von Redaktion

Ärzte warnen davor, dass Kinder wochenlang von morgens bis abends fasten, wie es der Ramadan den Muslimen vorschreibt. Gerade der Flüssigkeitsentzug schade ihnen, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Es werde alles auf null geschaltet, und das auch noch in der Schule, also in einer Zeit, wo Leistung abgefragt werde.

Im muslimischen Fastenmonat Ramadan verzichten schon manche Grundschüler den ganzen Tag lang auf Essen und Trinken. Grundschüler bräuchten pro Kilo Körpergewicht mehr als doppelt so viel Wasser wie Erwachsene, so Fischbach. Der Koran schreibt nicht vor, dass Kinder sich am Fastenmonat beteiligen müssen. Die Vorschrift gilt erst ab der Pubertät. Lehrer und Ärzte berichten allerdings, dass verstärkt auch Grundschüler schon versuchten, den ganzen Tag auf Essen und Trinken zu verzichten.

Bisher waren viele Lehrer gewohnt, Schulfeste auf die Zeit nach dem Fastenmonat zu verschieben, damit die muslimischen Eltern mitessen können. Nun berichten Lehrer aber auch, dass Feste verschoben worden seien, weil Kinder fasten. Doch das kann die Körper der Kinder massivst schädigen und schlimme Langzeitfolgen mit sich bringen.

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Fischbach kennt Fälle fastender Grundschüler auch aus seiner Praxis in Solingen. Der Verbandspräsident rät dazu, die Eltern solcher Kinder über die Risiken des Fastens aufzuklären. Manche wüssten gar nicht, dass ihre Kinder fasteten. Auch Lehrer berichten davon, dass muslimische Kinder von ihren Eltern Pausenbrote und Trinkflaschen mitbekommen, diese jedoch in der Schule nicht anrühren, um vor anderen mit ihrer Ausdauer anzugeben.

Manche Eltern schätzten auch die Risiken des Fastens für Kinder falsch ein, sagte Fischbach. Den Gedanken gläubiger Menschen, eine Zeitlang Verzicht zu üben, findet er aber nicht falsch. "Das gibt es im Christentum übrigens auch", sagte er. Fischbach schlägt muslimischen Eltern zum Beispiel vor, ihren Kindern nahezulegen, einen Monat lang auf Süßigkeiten oder Cola zu verzichten.

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