Präsident Donald Trump. Bild: White House / public domain

Es ist genau das eingetreten, wovor die Russen warnten: In Syrien wurde offenbar von Islamisten Chlorgas eingesetzt. Trump droht Assad und Putin mit Vergeltung.

Von Marco Maier

Es ist das alte dreckige Spiel der westlichen Politik: In Syrien wird von Islamisten, sogenannten Rebellen, Giftgas eingesetzt, beschuldigt wird dann die syrische Regierung von Präsident Baschar al-Assad – und dann hagelt es "Vergeltungsmaßnahmen", ohne überhaupt auch nur ansatzweise Beweise für die Behauptungen zu liefern. Denn Beweise brauchen Amerikaner, Briten & Co nicht, wenn es um Gründe für Sanktionen gegen und militärische Attacken auf andere Länder geht.

Es reichen nämlich wieder einmal Anschuldigungen der ominösen "Weißen Helme", die der al-Kaida (bzw. der Jaish al-Islam) nahestehen und als Propagandainstrument der Islamisten dienen, wonach bis zu 70 Menschen infolge eines Chlorgasangriffs in der "Rebellenhochburg" Douma starben und weitere rund 500 Menschen verletzt wurden. Hier wurden von den Extremisten Menschen geopfert, um so die Westmächte zu einem Vergeltungsschlag gegen die syrische Regierung zu drängen. Und der Plan scheint aufzugehen.

Denn: US-Präsident Donald Trump drohte daraufhin mit Vergeltung – gegen die Assad-Regierung in Damaskus und gegen die Unterstützer der legitimen Regierung des Landes, also vor allem Russen und Iraner. Das erinnert an die Giftgaseinsätze in Ghouta und Khan Sheikhun, die man den syrischen Regierungstruppen unterschieben wollte, wobei es sich jedoch im Nachhinein stets herausstellte, dass es die Islamisten selbst waren, die diese Chemiewaffen einsetzten. Aber da waren die westlichen "Vergeltungsmaßnahmen" gegen die daran unschuldige syrische Regierung bzw. die Regierungstruppen längst schon durchgeführt.

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Es ist davon auszugehen, dass die Islamisten den Einsatz durchführten, um den Westen zu noch härteren Maßnahmen gegen die Assad-Regierung zu bewegen, nachdem es in der westlichen Politik bereits in den letzten Wochen immer wieder hieß, man werde einen Chemiewaffeneinsatz in Syrien nicht dulden – zumindest dann nicht, wenn man ihn Assad unterschieben kann, die Islamisten können ja tun und lassen was sie wollen.

Offenbar setzen die Westmächte (vor allem Amerikaner, Briten und Franzosen) auf eine massive Eskalationsstrategie, nachdem man bereits den Skripal-Fall konstruiert hatte nun eben noch mittels verbündeter "Rebellen" (vulgo: Islamisten) in Syrien. Hauptsache man findet immer mehr Gründe, die Daumenschrauben weiter anzuziehen und vielleicht sogar noch den Dritten Weltkrieg vom Zaun zu brechen.

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