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Nguyen Van Dai mit hohem US-Besuch. Bild: Facebook / Nguyen Van Dai
Nguyen Van Dai mit hohem US-Besuch. Bild: Facebook / Nguyen Van Dai

Vietnam: US-finanzierte Umsturz-Akteure verurteilt

In Vietnam wurden mehrere Mitglieder eines von der US-Regierung finanzierten Netzwerks verhaftet, die an einem Sturz der Regierung arbeiteten.

Von Marco Maier

Während man in Washington den Russen immer noch vorwirft, sich in die US-Innenpolitik und Wahlen eingemischt zu haben, wurden in Vietnam mehrere Mitglieder eines von der US-Regierung finanzierten Netzwerks verhaftet, die im ganzen Land für Unruhen sorgten, um die kommunistische Regierung zu destabilisieren und einen Regime-Change herbeizuführen. Dabei wurden von den vietnamesischen Behörden umfangreiche Beweise vorgelegt, von denen viele auf die direkte Einflussnahme der US-Regierung hinweisen.

So schrieb die BBC in einem Bericht: "Sechs bekannte vietnamesische Aktivisten erhielten schwere Gefängnisstrafen wegen des "Versuchs des Umsturzes" der kommunistischen Regierung des Landes. Der Rechtsanwalt Nguyen Van Dai wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt, während die anderen Angeklagten für zwischen sieben und zwölf Jahren inhaftiert werden, wie Verwandte am Mittwoch sagten." Der Artikel nennt die Rolle von Dai und den anderen Angeklagten in der Gründung der sogenannten "Bruderschaft für Demokratie".

Wie die "Deutsche Welle" (DW) ausführt, gründete Dai im Jahr 2006 das "Committee for Human Rights" in Vietnam und wurde im Jahr 2007 dann für fünf Jahre inhaftiert, weil er Propaganda gegen die Regierung verbreitete. Nach vier Jahren wurde er freigelassen, verlor aber seine Anwaltslizenz. Nur zwei Jahre nachdem er 2011 aus dem Gefängnis entlassen wurde, mitbegründete er das "Brotherhood for Democracy"-Netzwerk, bei dem auch andere schon vorher inhaftierte Dissidenten mitmachen. Aber auch die DW teilt mit, dass er nach dem Versuch des Sturzes der Regierung in der Anklage neben "Menschenrechts-Trainings" und dem Aufruf für eine Mehrparteien-Demokratie auch Geld von ausländischen Gruppen erhalten habe.

Man muss nur einmal nachsehen, welche Programme das "National Endowment for Democracy" (NED) des US-Außenministeriums mitfinanziert. Nicht wenig davon floss wohl auch an Dai und sein Netzwerk. Man hütet sich allerdings davor, tatsächliche Gruppierungen und Organisationen zu nennen, an die das Geld fließt. Offenbar ist den Verantwortlichen beim NED auch bewusst, dass dies die subversive Arbeit ihrer "Agenten" vor Ort massiv erschweren würde.

Man fragt sich allerdings schon, ob die Amerikaner eigentlich komplett bescheuert sind. Gerade jetzt, in einer Zeit in der Washington nach Verbündeten in der Region sucht, um die "chinesische Herausforderung" angehen zu können und dabei auch auf die Nachbarländer des Reichs der Mitte setzen sollte, verprellt man die vietnamesische Regierung mit der Finanzierung und der sonstigen Unterstützung für Dissidenten, die dort einen Regime Change durchführen wollen. Washington schießt sich damit ins eigene Knie.