Alexander Shulgin, Botschafter der Russischen Föderation in den Niederlanden. Bild: Youtube / Sky News

Nachfolgend ein Interview in Englisch mit dem ständigen Vertreter Russlands bei der OPCW. Im Interview nimmt Alexander Shulgin ausführlich zu den Gift-Anschuldigungen Stellung.

Von Viribus Unitis

Der Vertreter Russlands bei der OPCW ist seit 2015 Alexander Vasilievich Shulgin ein vor allem in Europa erfahrener Karriere-Diplomat und derzeit Botschafter der Russischen Föderation in den Niederlanden. Er nimmt im Interview mit "Sky News" Stellung zu den Anschuldigungen, die von den Briten und deren Alliierten im Fall Sergej Skripal gegen Moskau erhoben wurden.

So sagte der Botschafter, dass Russland (bzw. die UdSSR) niemals ein Nervengift mit dem Namen "Novichok" besessen habe und Moskau im Rahmen des Chemiewaffensperrvertrags auch damit begann, die eigenen Chemiewaffendepots zu vernichten. "Es gab niemals ein Programm unter dem Gruppennamen 'Novichok' in der Russischen Föderation", so Shulgin. "Im Jahr 1992 stoppte Russland alle Aktivitäten im Bereich der militärischen Chemie."

Weiters betonte der russische Repräsentant bei der OPCW: "Im letzten Jahr haben wir die Vernichtung des gesamten chemischen Arsenals vervollständigt und die Komplettierung dieses Programms wurde von der OPCW auch ordnungsgemäß bestätigt. AUf die Frage, ob sein Land alle chemischen Waffen vernichtet habe, welche seitens der Chemiewaffenkonvention so bezeichnet werden, sagte Shulgin: "Absolut. Keine Frage."

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