Syrien: US-Zerstörer von russischen Kampfjets „belästigt“

Der mit Tomahawk-Raketen bewaffnete Raketen-Zerstörer USS Donald Cook erreichte die Gewässer vor Syrien, dabei flogen russische Kampfjets mehrere Male ganz nahe über das US-Kriegsschiff hinweg.

Von Marco Maier

Die USS Donald Cook wurde von den russischen Luftstreitkräften standesgemäß begrüßt, als der US-amerikanische Zerstörer vor der syrischen Küste auftrauchte, indem sie Medienberichten zufolge so nahe wie möglich über das schwerbewaffnete Schiff flogen. Die Russen wollten den Amerikanern damit symbolisch zeigen, dass man keine Angst vor ihnen hat und dass Syrien unter dem Schutz des russischen Militärs steht. "CNN Turk" berichtet so, dass die russischen Jets das US-Kriegsschiff "belästigt" habe.

Das amerikanische Kriegsschiff befand sich noch bis vor kurzem im Hafen von Larnaca auf Zypern und bewegt sich nun direkt vor den syrischen Gewässern. Mit an Bord sind unter anderem auch 60 Tomahawk-Raketen, die als Marschflugkörper eine Reichweite von bis zu 2500 Kilometern haben. Erst am 7. April letzten Jahres ließ US-Präsident Donald Trump 59 solcher Raketen von den Kriegsschiffen USS Porter und USS Ross auf den syrischen Militärflugplatz asch-Scha'irat abfeuern, nachdem man der syrischen Regierung ohne Beweise vorzulegen oder eine unabhängige Untersuchung abzuwarten vorwarf, Giftgas in Khan Sheikhun eingesetzt zu haben.

Man geht davon aus, dass US-Präsident Trump nun nach seiner Ankündigung, gegen die syrische Regierung losschlagen zu wollen – weil man dieser erneut (ohne Beweise vorzulegen) den Einsatz von Giftgas vorwirft – damit Ernst macht. Ob es nun wieder "nur" der Abschuss von Tomahawk-Raketen sein wird, oder ob dieser Einsatz nur der Auftakt für größere militärische Manöver der US-Truppen ist, wird sich allerdings noch herausstellen.

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Fraglich ist vor allem, wie die in Syrien stationierten russischen Militärs darauf reagieren. Mit dem S-400 Raketen-Abwehr-System wäre es für sie ein Leichtes, diese Marschflugkörper vom Himmel zu holen. Doch: Will Moskau tatsächlich eine militärische Konfrontation mit Washington riskieren?

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