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Russischer Jagdbomber SU-34 Suchoi. (Bild: youtube)
Russischer Jagdbomber SU-34 Suchoi. (Bild: youtube)

Syrien: Die russisch-amerikanische Frontlinie

Sowohl die Russen als auch die Amerikaner haben in Syrien ein Netz aus Militäreinrichtungen errichtet. Erstere legitim, Letztere entgegen das Völkerrecht. Es bildet sich eine Frontlinie heran.

Von Marco Maier

Sollte es auf syrischem Boden zu einer militärischen Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Russischen Föderation kommen, so zeichnet sich schon jetzt eine Art Frontlinie ab, die wohl in etwa entlang des Flusses Euphrat in Richtung Aleppo verläuft, sowie südlich in Richtung Grenze zum Irak. Die israelische Seite DEBKA hat dies auch anhand einer übersichtlichen Karte verdeutlicht:

DEBKA Russland USA Syrien

Für die Amerikaner wäre eine Invasion in Syrien wohl ein zweites Vietnam und nicht so einfach durchzuführen wie damals im Irak. Unter anderem auch deshalb, weil die Russen vor Ort auch modernes Kriegsgerät stationiert haben, mit dem sie zusammen mit der syrischen Armee gegen die islamistischen Milizen und andere Terroristen vorgehen.

In Sachen Luftwaffe bieten die Russen eine Mischung aus aufgewerteten sowjetischen Flugzeugen und den modernsten russischen Kampfjets. Darunter: Su-24, Su-25, Su-30 und Su-34 im Hmeimim-Luftwaffenstützpunkt. Hinzu kommen noch Mi-24 Kampfhubschrauber und unbemannte Drohnen. Diese unterstützen die syrischen Luftstreitkräfte, die unter anderem 75 Kampfjets, 36 Bomber und 24 Kampfhubschrauber vorweisen können.

Zur Luftraumverteidigung hat Russland unter anderem S-300VM-Systeme in Tartus und S-400-Systeme in Hmeimim stationiert. Diese modernen Raketen-Abwehr-Systeme sind in der Lage, faktisch den ganzen syrischen Luftraum zu kontrollieren. Bislang hielten sich die Russen beim Einsatz zwar zurück, weil man eine Eskalation des Krieges durch den Abschuss von US-amerikanischen, türkischen, französischen und israelischen Kampfjets vermeiden wollte, doch im Ernstfall hat die westliche Kriegskoalition kaum eine Chance, über Luftangriffe bzw. Raketenangriffe ernsthafte Schäden zu verursachen.

s-400-latakia

Vor der syrischen Küste sind zudem noch diverse russische Kriegsschiffe und U-Boote stationiert, welche sozusagen zusätzlich noch einen Schutzschild vor Angriffen auf Syrien darstellen, welche vom Mittelmeer aus gestartet werden. Die Kriegsflotte von Amerikaner, Briten und Franzosen sieht sich hier einer effektiven Blockade gegenüber.

Sollte die westliche Kriegskoalition tatsächlich eine umfangreiche Invasion in Syrien planen, müsste sie damit rechnen, gewaltige Verluste zu erleiden. Syrien mag zwar kleiner als der Irak, Libyen oder Afghanistan sein, doch vor allem Dank der militärischen Unterstützung durch Russland und den Iran wäre dies ein Horrorszenario für den Westen.