CIA Shadow-Wars Bild: Flickr / AK Rockefeller CC BY-SA 2.0

Es sind von der CIA unterstützte Milizen, die behaupten, die syrische Regierung hätte Chemiewaffen eingesetzt. Ziel ist es, eine Invasion von US-Soldaten und NATO-Hilfstruppen zu rechtfertigen.

Von Marco Maier

Jeder weiß, dass die CIA nicht davor zurückschreckt, mittels False-Flag-Aktionen und der Manipulation der öffentlichen Meinung ihre Ziele durchzusetzen. Und wenn man dafür auf extremistische Gruppen zählen muss – na und? Nützliche Idioten findet man überall. Und wenn das eigentliche Ziel vollbracht ist, dann kümmert man sich eben um diese Leute, wie das Beispiel der Taliban in Afghanistan zeigt.

Mit dem angeblichen Giftgaseinsatz in Douma, Syrien, verhält es sich nicht anders: In den letzten Wochen hieß es seitens der Amerikaner und deren Vasallen immer wieder, sollten die syrischen Regierungstruppen Giftgas oder andere chemische Waffen einsetzen, würde dies militärische Konsequenzen haben. Eine Drohung, die man auch in Damaskus durchaus ernst zu nehmen weiß. Man wäre ja vollkommen bescheuert, würde man solche Waffen (falls überhaupt noch vorhanden, nachdem die Bestände erst vor wenigen Jahren unter internationaler Kontrolle vernichtet wurden) einsetzen.

Aber mit Logik kommt man im Westen (also bei Politik, sowie den Staats- und Konzernmedien) nicht weiter. Man vertraut dort auf die Propaganda von Milizen und Organisationen, die (wie z.B. die "Weißen Helme") nicht nur islamistischen Gruppierungen nahestehen bzw. deren Propagandaabteilungen sind, sondern dazu auch noch von der CIA (und wahrscheinlich auch anderen westlichen Geheimdiensten, sowie von den arabischen Golfstaaten) unterstützt werden. Aber nach westlichem Verständnis reicht das aus, um eine "vertrauenswürdige Quelle" zu sein.

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Es ist doch für jeden aufmerksamen Beobachter ganz klar ersichtlich, welches Spiel hier gespielt wird: Assad muss weg, und das um jeden Preis. Egal ob man irgendwelche Chemiewaffenangriffe dafür einfach nur vortäuschen muss oder diese sogar durchführt und dabei Dutzende Frauen und Kinder sterben – Hauptsache man kommt dem Ziel näher und hat einen Grund für eine umfangreiche Invasion in Syrien.

Die Amerikaner haben schon genügend Kriegsgerät in der Region, die Franzosen haben inzwischen auch schon (illegal) eine Militärbasis in Syrien errichtet. Es ist davon auszugehen, dass nicht nur einheimische (z.B. die Kurden) und regionale (also vor allem Araber) "Hilfswillige" eingespannt werden, um eine Großoffensive gegen die Regierungstruppen zu starten, sondern auch die NATO plus Golf-Araber und Israel aktiv dabei sein werden.

Und wenn die angeblichen Chemiewaffeneinsätze der Assad-Truppen dann in ein paar Jahren wie schon die "Brutkastenlüge" und die irakische "Chemiewaffenlüge" als syrische "Giftgaslüge" in die Geschichte eingehen? Wen interessiert das im Westen schon? Saddam Hussein ist inzwischen tot, Baschar al-Assad wird dann der nächste gewesen sein, der infolge von Geheimdienst-, Regierungs- und Medienlügen tot sein wird – und wie im Irak (in Libyen, in Afghanistan…) werden bis dahin unzählige Menschen ebenfalls ihr Leben gelassen haben und in einem Land leben müssen, welches infolge dieser westlichen Interventionen nur noch ein chaotischer Trümmerhaufen ist.

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