Soros-Kritik ist Antisemitismus?

Wer George Soros und dessen Agenda kritisiert, wird gleich in die Antisemitismus-Ecke gestellt – und zwar von Medien, die mit dessen Open Society Foundation verknüpft sind. Alles eine Verschwörung?

Von Michael Steiner

Eines vorweg: George Soros mag jüdischer Herkunft sein, doch das spielt in den grundsätzlichen Überlegungen nicht wirklich eine Rolle, zumal der Börsenspekulant und Multimilliardär in Israel beispielsweise als "persona non grata" gilt und man die Kritik an Einzelpersonen und deren Handlungen nicht auf eine Volks- oder Religionsgruppe umlegen sollte. Pauschalierungen sind hierbei völlig unangebracht.

Insofern sollte man sich fragen: Warum werden zum Beispiel der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban und der FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus für Kritik an den Agenden des aus Ungarn stammenden und in die USA emigrierten nunmehrigen Multimilliardär, Börsenspekulanten und "Philantropen" George Soros (neben vielen weiteren Soros-Kritikern) in die "Antisemitismus-Ecke" gestellt? Warum sind es vor allem bestimmte Medien, die sich so stark für den politisch engagierten Milliardär und Globalisten einsetzen und regelrechte Hetzkampagnen starten?

Liegt es vielleicht auch daran, dass besagte Medien Mitglieder des von Soros' Open Society Foundation (und z.B. der Bill & Melinda Gates Foundation) mitfinanzierten Mediennetzwerks "Project Syndicate" sind? Also z.B. das Handelsblatt, Die Welt, Süddeutsche Zeitung, Wirtschaftswoche (Deutschland), Die Presse, der Standard (Österreich), Der Bund und der Tages-Anzeiger (Schweiz). Liegt es vielleicht auch daran, dass vor allem Politiker von linken bis konservativen Parteien aber auch Medienvertreter enge Kontakte zu George Soros und dessen Organisationen besitzen, sowie an den ebenfalls mit ihm verbundenen Bilderberg-Treffen teilnehmen?

Es geht hier nicht um eine angebliche "jüdische Weltverschwörung", wie manche es den Soros-Kritikern unterzuschieben versuchen, sondern vielmehr darum, dass der Multimilliardär und dessen Organisationen eine globalistische Agenda vorantreiben, in der das (unausgesprochene aber logische) Ziel einer "One World", also einer Welt ohne Grenzen und Nationen, verfolgt wird – und zwar unter dem Deckmantel von Demokratie und Menschenrechten, welche in solch einer Welt gar keine Rolle mehr spielen werden.

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Soros ist schon jetzt Teil des US-Establishments, der faktisch über die Vereinigten Staaten herrschenden Finanzoligarchie, und hofft mit der Vorantreibung der globalistischen Idee die Grundlage dafür zu schaffen, dass seine Nachfahren Teil eines globalen Establishments sein werden, welche die Geschicke des Planeten und dessen Bevölkerung lenken. Etwas was nur möglich ist, weil einzelne Menschen unermessliche Reichtümer zusammenraffen konnten, mit denen sie die Wirtschaft, das Finanzsystem und schlussendlich auch die Politik stark beeinflussen können. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern ein nackter Fakt und hat nichts mit Volks- oder Religionszugehörigkeit zu tun, wenn man einen Blick auf die Liste der Milliardäre dieser Welt wirft. Und Soros ist nur einer von ihnen.

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