„Sicherheitsgründe“: UN-Sicherheitsteam verzögert Einreise der Inspektoren nach Douma

Sicherheitskräfte wurden von einer großen Menschenmenge vertrieben, es gab eine kleine Explosion.

Von Jason Ditz / Antikrieg

Das UN Department of Safety and Security (UNDSS – UNO-Sicherheitsabteilung) verhindert weiterhin, dass Chemikalieninspektoren zur Untersuchung nach Douma einreisen, indem es Sicherheitsbedenken anführt. Es hat keinen Zeitplan angeboten, wann die Inspektoren der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) einreisen dürfen.

Die Inspektoren der OPCW sind am Montag nicht gekommen, und es wurden viele Vorwürfe ausgetauscht, warum. Obwohl britische Regierungsvertreter Russland für die Verzögerung verantwortlich machten, ist es jetzt klar, dass das UNDSS für die Planung zuständig ist.

Das UNDSS-Team besuchte zwei Standorte in Douma, floh aber beide Male. Im ersten Fall behaupteten sie, dass es dort eine große Menschenmenge gab, und sie waren um die Sicherheit besorgt. An der zweiten Stelle berichteten sie über eine Explosion in der Nähe und behaupteten, von einer unbekannten Fraktion unter Beschuss genommen worden zu sein. Keine UNO-Mitarbeiter wurden verletzt, ein Syrer soll leichte Verletzungen erlitten haben.

Die Inspektoren der OPCW sollen einen angeblichen Chemiewaffenangriff Anfang des Monats untersuchen. Es gibt keinen öffentlichen Beweis dafür, dass der Angriff stattgefunden hat, und eine wachsende Zahl von Zweifeln, dass es ihn überhaupt gegeben hat, angetrieben durch Fragen von Robert Fisk (einem erfahrenen und angesehenen Reporter des Independent, d.Ü.). Die Bewohner von Douma haben ebenfalls Zweifel an dem Angriff geäußert.

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OAN-Ermittler waren nicht in der Lage, Beweise für einen Chemiewaffenangriff auf Douma zu bestätigen. In dem Maße, in dem Untersuchungen stattfinden, deuten sie darauf hin, dass es keinen chemischen Angriff gab.

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Eindeutig wurde Douma an diesem Tag und am Vortag von syrischen Truppen angegriffen. Diese Angriffe wurden jedoch von der syrischen Regierung als rein konventionelle Angriffe bezeichnet. Es gibt wenig Gründe, etwas anderes anzunehmen, außer den Behauptungen der Weißen Helme und der westlichen Nationen, die behaupten, geheime Beweise zu haben.

Syrien und Russland haben beide von Anfang an bestritten, dass der Angriff stattgefunden hat, und sie gingen davon aus, dass der Besuch der OPCW die Wahrheit enthüllen würde. Vor allem Russland drängte auf eine Untersuchung, bevor es zu einer voreiligen Aktion gegen Syrien kam. Schließlich kam es am Freitagabend zu den Angriffen auf Syrien unter der Führung der Vereinigten Staaten von Amerika.

Jetzt ist immer noch nicht klar, ob die OPCW jemals zugelassen wird, und der russische UNO-Botschafter äußert sich verärgert über neue Versuche des Sicherheitsrats, die Verantwortung für den Angriff mit Chemiewaffen zuzuweisen. Botschafter Nebenzia stellte fest, dass dies "umsonst" sei, da die USA, Großbritannien und Frankreich Syrien bereits angegriffen haben.

Der Vorwand der Sicherheit ist allerdings ziemlich schwach. Trotz aller Sicherheitsbedenken der UNDSS scheinen Mediengruppen kein Problem damit zu haben, sicher nach Douma zu gelangen. Eines der unerhörtesten Beispiele ist eine CNN-Reporterin in Douma, die angebliche Beweise berührte und sogar beschnüffelte.

Dies fügt nur Fragen hinzu. Kann CNN wirklich nach Douma eindringen und so beliebig "untersuchen", während die OPCW nicht einmal vor Ort sein kann? Außerdem – würde dann eine CNN-Reporterin wirklich Kleidung beschnüffeln, von der sie glaubte, dass sie mit chemischen Waffen in Kontakt gekommen ist?

Die USA scheinen damit gerechnet zu haben, dass die Untersuchung der OPCW nicht in Fahrt kommt, und werfen Syrien und Russland bereits vor, die Örtlichkeit zu manipulieren. Es gibt keine Beweise für Manipulationen jeglicher Art. Der Vorwurf der USA basierte auf der Tatsache, dass die russische Militärpolizei das Gelände besuchte. Der Besuch wurde jedoch vor Tagen gemacht, und Russland sagte, er sollte den Westen davon abhalten, Douma anzugreifen und Beweise zu vernichten.

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Russland wollte vom ersten Tag an, dass Inspektoren an die Örtlichkeit kommen, was für die Vereinigten Staaten oder ihre Verbündeten nicht gilt. Ein russischer Vorschlag für eine solche Untersuchung wurde im UN-Sicherheitsrat abgelehnt, und die US-geführte Koalition griff mehrere Standorte in Syrien an, ehe die Untersuchung ihre Glaubwürdigkeit beeinträchtigen konnte.

Da die Vereinigten Staaten von Amerika, das Vereinigte Königreich und Frankreich Syrien bereits angegriffen haben, haben sie wenig Grund zu wünschen, dass der Besuch der OPCW erfolgreich ist. Sie waren eindeutig nicht daran interessiert, die Fakten vor dem Angriff zu erhalten, und Fakten, die ihre Erzählung nicht unterstützen, könnten sehr peinlich sein.

Tatsächlich mehren sich die Vermutungen, dass diese Bemühungen des UNDSS, die Inspektoren zu blockieren, eine ziemlich durchsichtige Maßnahme sind, um zu verhindern, dass die Untersuchung jetzt stattfindet.

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