Ein S-300-Luftabwehrsystem. Bild: © Sputnik/ Ramil Sitdikov

Russland will S-300 Raketen-Abwehr-Systeme nach Syrien liefern. In Israel zeigt man sich beunruhigt, weil man dann nicht mehr Ziele im Nachbarland bombardieren kann.

Von Marco Maier

Russland kündigte an, S-300 Raketen-Abwehr-Systeme nach Syrien liefern zu wollen, damit sich die Regierung in Damaskus selbst besser gegen völkerrechtswidrige Luftangriffe der westlichen Kriegskoalition verteidigen kann. Doch dies stößt vor allem bei den Israelis auf großen Widerstand.

Laut dem US-amerikanischen Nachrichtendienst Bloomberg fordern israelische Analytiker und ehemalige Militärs bzw. ein früherer israelischer Geheimdienst-Chef bereits einen "unverzüglichen Versuch zu deren Vernichtung", wenn diese angeliefert werden und noch nicht voll einsatzbereit sind. "Dies könnte die ohnehin zerbrechlichen Beziehungen zwischen Israel und Russland zerstören, die ihre Kommunikationskanäle trotz der Unterstützung von gegenseitigen Parteien in Syrien offen gehalten haben", heißt es dort weiter.

"Dies könnte die ohnehin zerbrechlichen Beziehungen zwischen Israel und Russland zerstören, die ihre Kommunikationskanäle trotz der Unterstützung von gegenseitigen Parteien in Syrien offen gehalten haben", so Bloomberg weiter. Allerdings kümmert sich die israelische Führung ohnehin kaum um die Befindlichkeiten anderer Länder sondern zieht – mit dem Schutz des US-Establishments – sein Ding immer durch.

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Sollten die israelischen Selbstverteidigungskräfte tatsächlich die Lieferung von S-300-Systemen an Russland mit Luftangriffen verhindern und dabei auch russische Militärs töten, würde dies eine diplomatische Eiszeit zwischen den beiden Ländern mit sich bringen und vielleicht sogar auch noch einen größeren Konflikt. Allerdings wären die Raketen-Abwehr-Systeme bei Anlieferung im Hafen von Tartus bereits durch die russischen Luftabwehrsysteme geschützt, so dass es für die Israelis schwer wäre, dort eine Attacke durchzuführen.

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