Symbolbild. Abschuss von Tomahawk-Raketen von US-Kriegsschiffen. Bild: U.S. Navy
Symbolbild. Abschuss von Tomahawk-Raketen von US-Kriegsschiffen. Bild: U.S. Navy

Russland: „Wir werden bedroht. Ein vorgefertigtes Szenario wird implementiert“

Russland will auf die militärischen Attacken der USA, Großbritanniens und Frankreichs gegen Syrien reagieren.

Von Marco Maier

Zusammen haben die Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien und Frankreich in der vergangenen Nacht einen umfangreichen Schlag gegen syrische Einrichtungen durchgeführt. Neben 59 US-amerikanischen Tomahawk-Raketen waren auch mehrere Kampfflugzeuge und Bomber daran beteiligt. Mehrere Zivilisten (genaue Zahlen sind noch nicht verfügbar) starben dabei.

Der russische Botschafter in den USA, Anatoly Antonow, schrieb auf Facebook dazu:

"Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Unsere Warnungen wurden nicht gehört.
Ein vordefiniertes Szenario wird implementiert. Auch hier werden wir bedroht. Wir haben davor gewarnt, dass solche Aktionen nicht ohne Folgen bleiben werden.
Alle Verantwortung für sie liegt bei Washington, London und Paris.
Die Beleidigung des Präsidenten Russlands ist inakzeptabel und unzulässig.
Die USA – die Besitzer des größten Arsenals chemischer Waffen – hat kein moralisches Recht, andere Länder zu beschuldigen."

Es ist zu erwarten, dass im Laufe des Tages auch Präsident Wladimir Putin und Außenminister Sergej Lawrow zu diesem Vorfall Stellung nehmen werden. Die Frage ist nur: Wie wird Russland darauf schlussendlich reagieren?