Maria Sacharowa. Bild: © Sputnik

Nachdem die Briten 23 russische Diplomaten ausgewiesen hatten, wiesen die Russen auch 23 britische Diplomaten aus. Nun wurden weitere mehr als 50 britische Diplomaten von Moskau ausgewiesen – Russland will Parität.

Von Viribus Unitis

Moskau hatte den britischen Botschafter in Russland, Laurie Bristow am Freitag ins Außenamt bestellt. Dort wurde ihm mitgeteilt, der habe einen Monat Zeit, um den Mitarbeiterstab seiner Botschaft um mehr als 50 Personen (zusätzlich zu den 23 schon ausgewiesenen Diplomaten) zu senken.

Mit diesem Schritt – den mehr als 50 die zusätzlich zu den 23 ausgewiesen werden – stellt Russland Parität her – also gleicher Personalstand zwischen Russen und Briten. Die Russen haben einen Personalstand X in Großbritannien und die Briten hatten bisher einen Personalstand X+ über 50 mehr in Russland.

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Mit diesem Schritt ist nun Parität hergestellt – die gleiche Anzahl von Diplomaten auf beiden Seiten. Eine genau gleiche Paritätsregelung haben die Russen mit den USA – gleiche Anzahl auf beiden Seiten. Genau Zahlen gibt es nicht, weil weder Russen noch Briten die genauen Zahlen öffentlich machen wollen – also was nun die Obergrenze ist. Reuters dazu: The British Embassy in Moscow says it does not make staff numbers public.

In einem Interview mit Reuters teilte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharova, mit: (Original-Englisch um Verfälschungen zu vermeiden): “We asked for parity. The Brits have 50 diplomats more than the Russians,” Zakharova said on Saturday. … When asked if that meant London would now have to cut exactly 50 diplomatic and technical staff, she said: “A little over 50.”

Die Briten haben viel verloren. Der British Council wurde geschlossen, das Konsulat in St. Petersburg wurde geschlossen, und mehr als 70 britische Diplomaten müssen Russland verlassen – dagegen stehen nur 23 russische Diplomaten, die aus Großbritannien ausgewiesen wurden. Ein Diplomaten- Desaster für May und Johnson – die Zahlen kann man nicht schönreden.

Mittlerweile haben die nicht sehr intelligenten Briten vom durchaus intelligenten Trump gelernt. Der hatte die US-Ausweisungen der russischen Diplomaten mit Spionagetätigkeit begründet. Nun wollen die Briten die Russische Handelsmission schließen, wie der Telegraph berichtet. Die Begründung ist nicht mehr Skripal-Gift sondern Spionage. Die Handelsmission sei eine "den of Spies", also eine "Spionagehöhle". Interessant der Wechsel der Begründung. Mit der Gift-Geschichte lässt sich offenbar momentan nicht mehr sehr viel Staat machen. 

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