Angesichts der wachsenden westlichen Feindseligkeiten verstärken Moskau und Peking ihre Kooperation. Zusammen will man mehr erreichen.

Von Marco Maier

Momentan sieht sich Moskau einer massiven feindlichen Kampagne der NATO-Staaten ausgesetzt, während sich Peking und Washington in einer Handelskrieg-Spirale befinden und sich die Chinesen und die Amerikaner zudem auch immer öfter im Vorhof Chinas in die Quere kommen. Kein Wunder also, dass sich die Regierungen Russlands und Chinas immer stärker aneinander binden.

Nicht umsonst teilte der chinesische Außenminister, Wang Yi, bei seinem Besuch in Moskau mit, dass die Beziehungen zwischen beiden Ländern besser als jemals in der Geschichte zuvor seien und ihre Zusammenarbeit und Kommunikation angesichts "diverser Unsicherheiten auf der internationalen Tagesordnung" weiter verbessern. Deshalb räume man in Peking auch den Beziehungen zum Nachbarn eine sehr hohe Priorität ein.

Wang teilte dabei auch mit, dass Peking Moskau beim Schutz der russischen Interessen unterstützen werde, sowie dabei zu helfen, eine größere internationale Rolle zu spielen. Dabei schlug Wang eine engere Abstimmung des Vorgehens im UN-Sicherheitsrat vor, zu dessen ständigen Mitgliedern die beiden Länder gehören. Dort hatten sich die beiden Länder schon früher (unter anderem in Bezug auf Syrien) immer wieder untereinander verständigt und sich den Westmächten entgegengestellt.

Anstatt Russland und China zu trennen, wie es eigentlich der Plan des westlichen Establishments ist, sorgen die politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen der "Westlichen Wertegemeinschaft" nur dafür, dass sich beide Staaten noch besser verstehen – und angesichts des drohenden Weltkrieges auch verbünden. Sowohl in Moskau als auch in Peking weiß man, dass man zusammen faktisch ein unüberwindbares Bollwerk darstellt, welches sich im Ernstfall auch gegenseitig helfen und unsterstützen kann.

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Die Politeliten im Westen hätten die Russen für sich gewinnen können, wenn sie ein faires und ehrliches Spiel gespielt hätten, anstatt sich nach dem Zerfall der Sowjetunion in Leichenfledderei zu üben und mit Boris Jelzin eine Marionette einzusetzen, die das Land beinahe in den totalen Ruin getrieben hätte. Selbst mit Wladimir Putin – der durchaus an einer gesunden Partnerschaft mit dem Westen interessiert ist – hätten Washington, London und Brüssel durchaus einen für alle Seiten passablen Weg finden können. Aber das ist vorbei.

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