Ist das der Grund für die US-Aggression gegen Russland?

Ständig schießen Washington & Vasallen scharf gegen Moskau. Gibt es dafür einen ganz bestimmten Grund? Ja, den gibt es.

Von Marco Maier

Egal was Moskau macht – in den Augen Washingtons und deren Vasallen kann der Kreml nichts richtig machen. Der Grund dafür liegt weitestgehend darin, dass die Russen zwar einerseits die Anerkennung des Westens suchen (was sich auch im ständigen Gerede von "unsere westlichen Partner" widerspiegelt), allerdings ihre nationale Souveränität nicht aufgeben wollen. Das hat auch viel mit der Person Putin zu tun, der nach dem US-Vasallen Jelzin das Ruder wieder herumriss.

Vor allem jedoch ist den West-Eliten der Versuch ein Dorn im Auge, gemeinsam mit der Volksrepublik China und der Islamischen Republik Iran zumindest im eigenen asiatischen Dreieck eine multipolare Ordnung aufzubauen. Von allen drei Staaten ist hierbei Russland jener, der als "die am leichtesten zu knackende Nuss" gilt. Immerhin haben die Iraner schon jahrzehntelange Sanktionen hinter sich und die Regierung gilt als recht fest im Sattel sitzend und auch die KPCh muss sich zumindest die nächste Zeit keine Gedanken darüber machen, ob irgendeine systematische Bedrohung aufkommt.

Insofern ist klar, dass man Russland als das weichste Glied in der Kette betrachtet. Putins vierte und letzte Amtszeit läuft gerade an. Im Jahr 2022 wird es einen Nachfolger geben – und der soll dem Willen der West-Eliten zufolge möglichst eine willfährige Marionette sein. Damit wäre das "multipolare Dreieck" in Asien faktisch Geschichte. Brasilien hat man ja auch schon aus dem BRICS-Bund quasi herausgelöst, indem Dilma Rousseff abgesetzt und durch die korrupte US-Marionette Michel Temer ersetzt wurde. Auch das soll der Schwächung Russlands und Chinas dienen.

Lesen Sie auch:  Die USA bereiten sich aktiv auf einen Krieg mit Russland vor

Fällt Russland politisch an den Westen, wird die von Moskau und Peking angestrebte multipolare Weltordnung nicht mehr umsetzbar, stattdessen kommt wieder eine bipolare Weltordnung mit Washington im Westen und Peking als Moskau-Ersatz im Osten. Genau deshalb sollen die Russen mit Sanktionen, bösartigen Anschuldigungen und vielleicht auch einem Finanzkrieg möglichst weichgeklopft werden. Nur so kann das US-Imperium noch ein paar Jahrzehnte länger durchhalten, bevor sich das "amerikanische Jahrhundert" dann endgültig dem Ende zuneigt.

Loading...
Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...