Gefahrenherd tschetschenische Islamisten

Im Zuge des verlorenen Tschetschenien-Krieges flohen viele der dortigen Islamisten nach Deutschland und Österreich und beantragten dort Asyl. Heute stellen sie eine Gefahr für die innere Sicherheit dar.

Von Michael Steiner

Nicht wenige der Tschetschenen die als Folge des (verlorenen) Krieges gegen Russland nach Deutschland und Österreich gingen, sind heute in islamistischen Netzwerken aktiv. Dies ist kein Wunder, da die separatistische Bewegung Tschetscheniens zuvor von Saudi-Arabien mitfinanziert wurde, welches dort ein Kalifat aufbauen wollte.

"Viele Tschetschenen, gerade die Älteren, sind durch die Kriege mit Russland an der Waffe ausgebildet und wissen diese im Ernstfall auch anzuwenden. Das bereitet uns Sorgen", sagte der Brandenburger Verfassungsschutz-Chef Frank Nürnberger den Funke-Zeitungen. Alleine in Brandenburg (welches nicht gerade als Bundesland mit großer muslimischer bzw. tschetschenischer Bevölkerung gilt) würden demnach von insgesamt 130 bekannten Islamisten rund 50 aus dem Kaukasus stammen – und die meisten davon sind Tschetschenen.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat demnach insgesamt eine mittlere dreistellige Zahl von Tschetschenen auf dem Schirm, die "auch in der Bundesrepublik extremistische Aktivitäten entfalten". Dutzende von ihnen reisten zwischenzeitlich nach Syrien und in den Irak aus, um dort zusammen mit anderen Dschihadisten zu kämpfen. Einige von ihnen kamen bereits wieder zurück. Den deutschen Sicherheitsbehörden gelten Islamisten aus dem Kaukasus als besonders gewaltbereit.

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